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... 280 SL ist anscheinend ein 1969er-Modell, sieht aber aus wie neu. Nagelneu. Der 280 SE 3.5 scheint ein ähnlicher Jahrgang zu sein, aber auch der sieht so aus, als sei er gerade vom Band gelaufen. Beide kauern tief auf mit modernen 205/65-Reifen bestückten Barock-Leichtmetallfelgen. Vorgestellt wurde der W113 – die Pagode – 1963 als 1295 Kilo schwerer 230 SL mit einem wunderbaren 2306-ccm-Reihensechszylinder. Wofür er stand, war zunächst nicht ganz klar, denn er ersetzte zugleich den 190 SL und den 300 SL. Um beim Spagat zwischen beinhartem Sportwagen und untermotorisiertem Tussie-Auto die Männer nicht aus dem Blick zu verlieren, nahm Eugen Böhringer mit einem leicht auf gebohrten 230 SL 1963 an der extrem harten Rallye Spa–Sofia–Liège teil – und sicherte sich vom Fleck weg den Sieg. Vergleichbar mit dem E-Type war die Pagode bei Männern und Frauen schnell beliebt, in Übersee ganz besonders. Trotz Böhringers Einsatz vielleicht kein Sportwagen, aber ein sportlicher Tourer, mit dem jeder auch auf dem Hollywood Boulevard punktet. Der erste richtige SL. Der 230 SL wuchs zum 250 SL, schließlich 1967 mit 2778 ccm und Benzineinspritzung zum 280 SL. Der hatte noch mehr Dampf, aber auch ein weicheres Fahrwerk; mit 1360 Kilo war er nicht mehr ganz so super leicht. Die 24.000-DM-Pagode schaffte 200 km/h und beschleunigte in neun Sekunden auf 100. ...