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... Skulptur, mit ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch eben verändern, abnutzen – oder aber sogar verbessert werden können. Vielleicht beruhigt es das eine oder andere Gemüt, wenn wir uns klarmachen, dass ein Auto ohnehin nur einmal original war, nämlich in dem Moment, in dem es die Fabrik verließ. Seine Originalität ist also schon in dem Moment verloren, in dem zum ersten Mal der Starterknopf gedrückt wird. Wir werden sie weder erhalten noch zurückbringen können – ganz egal, mit welchem Aufwand wir konservieren, reparieren oder restaurieren. Ganz entspannt können wir uns also jetzt dem komplexen Thema widmen – und auch in dieser Ausgabe faszinierende Vertreter der unterschiedlichen Weltanschauungen in ungewöhnlichen Bildern und Beiträgen vorstellen. Unser Kollege Mark Dixon hat sich zu der Problematik ein paar Gedanken gemacht. Als ehemaliger Archäologe ist er zweifelsfrei unverdächtig, ein ungezügelter Neuerer zu sein. Als Brite sieht er die Dinge eher pragmatisch als weltanschaulich. Oder wäre es – wie im Britischen Museum gerade geschehen – vorstellbar, dass ein deutsches Museum einer Hermes-Statue eine seit jeher fehlende Nase anklebt, weil man der Meinung ist, die Statue sehe ohne sie unvollständig aus und ihr Fehlen lenke den Betrachter mehr als nötig vom eigentlichen Gesamteindruck ab? Andererseits gab es in England den seltsamen Fall ...