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... und Neugier. Jahrzehnte nach der Vorstellung des Prototypen auf dem Turiner Salon 1955 wurden seinerzeit radikale Innovationen wieder und wieder kopiert, wurden sie schließlich zur Norm. Pininfarina kopierte die Silhouette des Florida ohne Ende. Er hatte auch jedes Recht, das zu tun. Battista ‚Pinin‘ Farina war kein Designer im künstlerischen Sinne, dafür ein hervorragender Manager, der dafür sorgte, dass Ziele erreicht wurden. Detailversessen und mit einem instinktiven Sinn für das, was funktioniert – und was nicht. Jedem neuen Auto verweigerte er die Freigabe, keins segnete er ab, bis er auf dem Weg zur Arbeit monatelang daran vorbeigelaufen war. Diese Methode – mit eingebautem Entwicklungsprozess – gab ihm die Zeit, sich mit jedem neuen Entwurf anzufreunden. Oder eben nicht. Außerdem war Farina ein gewiefter Geschäftsmann, der seinen Aktionären Rede und Antwort zu stehen hatte. Zu den Aktionären gehörte in den 1950ern auch Lancia, denen das Wasser Oberkante Unterlippe stand. Mit dem innovativen Grand-Prix-Renner D50 und dem Sportwagen D24 war das ohnehin finanziell angeschlagene Unternehmen schwer ins Wanken gekommen. Motorsport ist kostspielig, zumal mit solch ehrgeizigen Projekten. Zu teuer war auch der technisch ausgereifte Aurelia, und der wunderbare kleine Appia kam nicht auf die geplanten Stückzahlen. Lancia hing nicht in den Seilen, Lancia war ...