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... Interesse ab und zu auch mal einen nüchternen, oder eher ernüchternden Blick auf das Thema wirft. Nein, nein, ich meine jetzt nicht die regelmäßig vom VDA veröffentlichten Triumph-Meldungen über den stetigen Zuwachs von Fahrzeugen mit H-Kennzeichen. Über 600.000 sollen es ja mittlerweile allein in Deutschland sein. Was zu dem entspannten Schluss verleiten könnte, dass es mit der Liebe zu Klassikern bestens bestellt ist. Der ernüchternde Gegenblick ist der: Die 100 wichtigsten Sammler der Welt besitzen 3500 der bedeutendsten Automobile im Wert von gut acht Milliarden Dollar. Ich freue mich für jeden von ihnen und habe großen Respekt vor solchen Sammlern – vor allem vor denjenigen, die ihre Schätzchen nicht in diskreten Garagen verbergen, sondern diese engagiert und mit Freude in der Öffentlichkeit fahren. Leider sind diese Sammler, so hat mein Gesprächspartner ermittelt, im Schnitt mittlerweile 72 Jahre alt – allein 20 Prozent davon über 80. Ich verstehe, wenn man sich da vielleicht eher selten in einen Birdcage zwängt, um ihn im Renntempo über die Nordschleife zu treiben. Oder seinen Vorkriegs-Bentley mehrere Tage in Handarbeit über kurvige Landstraßen wuchtet. Auch ohne altersbedingte Zipperlein ist beides so schon eine Herausforderung! Es ist also davon auszugehen, dass ein Großteil dieser Autos selten bis gar nicht gefahren wird. ...