Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Aurelia B20 GT, das seine Qualitäten 1951 mit einem zweiten Platz bei der Mille Miglia und einem Klassensieg in Le Mans unterstrich. Für Gianni Lancia, den Sohn von Firmengründer Vincenzo, war das aber nicht annähernd genug. Er hungerte nach großen Motorsporterfolgen auf internationaler Bühne und ließ speziell für die bedeutenden Straßenrennen wie die Mille Miglia und die Carrera Panamericana einen neuen Rennwagen bauen. Dieser neue Renner, der D20, betrat am 26. April 1953 in Brescia die Bühne des gehobenen Motorsports – bereit für die berühmten tausend Meilen durch Italien. Es war ein vollblütiger Rennwagen mit einem Chassis aus dünnen Stahlrohren, einem Dach als tragendem Element und Einzelradaufhängung an beiden Achsen; die Schiebehülsen an der Vorderachse hatten ausgedient. Unter der Haube schlummerte ein um 60 Grad geneigter V6-Motor aus der Feder von Ettore Zaccone Mina. Der Motor hatte mit dem Aurelia-Motor – abgesehen von der V6-Konfiguation – nichts gemein. Die Ventilsteuerung geschah nicht durch Stößelstangen, sondern mittels vier obenliegender Nockenwellen. Der Sechszylinder wurde von drei Weber-Doppelvergasern versorgt und hatte halbkugelige Brennräume mit zwei Zündkerzen pro Zylinder. Dieser neue Rennmotor leistete 220 PS, was zur damaligen Zeit für einen Dreilitermotor enorm viel war. Ein Transaxle-Vierganggetriebe übertrug die ...