Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Wie er das Erlebte widergibt, ist so informativ und authentisch wie schreiend komisch, ja tragikomisch. Auto-Historiker erfahren viel über den Aufstieg und Fall der Autostadt Detroit, wo Henry Ford, notorischer Tüftler, Geizhals und Antisemit, die Blechliesel 15 Millionen Mal bauen ließ und Amerika auf Räder stellte. Wir erfahren gleich zu Beginn, wie kompliziert es ist, das in Laurel und Hardy- Slapstick-Filmen zur festen Requisite gehörende Vehikel überhaupt zum Fahren zu bringen. Mike, wie Moore den 20 PS- Ford tauft, hat ständig irgend ein Pro - blem, ein Lenkungsbruch mündet fast in die Katastrophe, eine gebrochene Kurbelwelle führt fast zur Aufgabe. Doch immer wieder finden sich weiße, alte Männer, die Hilfe anbieten und alles in Bewegung setzen, um das Auto wieder flott zu bekommen. So sehr Moore vor Waffenwahn, Schmerzmittel-Missbrauch, religiösem Eifer, Doomsday-Diskussionen und Fettsucht-Epidemie schaudert, so sehr erlebt er seine Autofreunde als »umgängliche, traditonelle, einfache gute Leute«, mit denen er, »so verblendet und anstößig ihre Ansichten auch sein mochten«, seinen Frieden macht. Mit viel britischem Humor, einer nie versiegenden Neugier auf Menschen und Landschaften am Weg und seiner eisernen Bereitschaft zum Risiko hält Moore den Leser bis zum Finale bei der Stange. Der danach mehr über das Amerika des Henry ...