Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... angeblich zerstörte er einmal seine Aurelia mit solcher Wucht, dass dabei fast seine erste Frau ums Leben kam. Doch dass die Figur des Tim seine Existenz so dominierte, hat er wohl nie verkraftet. Die Umschlagillustration eines 1979 herausgegebenen Gedenkbandes könnte bittere Ironie sein, lässt aber eher tief in die Seele blicken. Sie zeigt Hergé am Zeichenbrett, in Sträflingskluft und angekettet an eine Stahlkugel, fieberhaft arbeitend, während Tim eine Peitsche schwingt. Vier Jahre später, 1983, stirbt der seit Längerem an Blutarmut leidende Zeichner an einer Lungenfehlfunktion. Seine letzte Tim und Struppi-Episode, Tim und die Alpha-Kunst, erscheint posthum, aber nur als Rohentwurf aus Skizzen und Notizen. In ihr steht der Held nur Augenblicke vor seiner sicheren Zerstörung und hofft auf Rettung. Ob sie gelingt? Wir werden es nie erfahren. Die Comic-Serie mit den Abenteuern von Tim und Struppi regte die Fantasie Millionen junger Leser an. Ihr Erfinder, der Belgier Georges Prosper Remi alias Hergé (1907-1983) war ein Philosoph und Autoliebhaber. Inspiration ist ein nebulöses Phänomen: Wo, wann und wodurch sie hervorgerufen wird, ist genauso unvorhersehbar wie die Frage, wie intensiv sie sich ausbreitet. Fakt ist, dass sich wohl auch viele OCTANE-Leser von den Cartoon-Abenteuern des jungen belgischen Reporters Tintin (Tim), der um die ganze ...