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... von dem gedrungen sportlichen Erscheinungsbild, aber sehr breit. »Sans Serif ist die Reduktion«, so Martin Wenzel, Typografie-Dozent an der HTW Berlin. »Sie steht für eine Sachlichkeit, die ideal zum unbedingten Technikglauben passt und sich von romantischen Ideen – in Chrom verwandelte Schreiboder Serifenschriften – verabschieden will und für Effizienz und Stärke – ‚Macht Platz, jetzt komme ich‘ – stehen soll.« Aus heutiger Sicht ein wenig antiquiert, doch sehr bemerkenswert ist das Logo von Karmann-Ghia, weil da – was selten ist – der Schwung der Schreibschrift das nüchternsachliche Karmann durchkreuzt; das wiederum unterstreicht die nüchternen, mit verschwenderischem Abstand gesetzten Großbuchstaben. Stilmix dieser Art gibt es bei Firmen-Logos fast nie. Dagegen gehorchen Typenbezeichnungen – wie bei Targa, Turbo, Cayenne – oft einem konsequent durchgezogenen Stil, der mit dem Firmenlogo nichts zu tun hat. Als wolle jedes Modell seine ganz eigene Persönlichkeit betonen, drückt Ferrari jedem Modell seinen ganz eigenen Stempel auf – gelegentlich auch aufs Armaturenbrett, nur den Motor oder – wie beim Enzo – anscheinend gar nicht. Gar nicht oder sehr versteckt, ist ultracool, die Krönung – wie beim Iso Rivolta oder bei einem Bristol. Die stillschweigende Aussage ist klar: Logos und corporate design sind für Turnschuhhersteller! Paolo ...