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... das ich so nicht ganz erwartet hätte. Das Getriebe bleibt aufmüpfig, doch gelegentlich kann es mithilfe eines zweifachen Auskuppelns gezähmt werden. Was noch wichtiger ist: Mit der entsprechenden Last auf den Vorderrädern wird die Lenkung schärfer und scheint direkter zu sein, als sie ist – während sie dem Fahrer alles über Grip und Belastung mitteilt, was er wissen muss. Auch der Fahrkomfort ist durchaus annehmbar. Es macht riesig Spaß. Der Ferrari ist dermaßen agil und reaktionswillig, dass er sich zwanzig Prozent kleiner anfühlt, als er ist. Trotz der alten Pneus musste ich keinmal mit einem ausbrechenden Heck kämpfen (was ein Problem des Testarossa sein soll). Das Auto ist recht einfach zu fahren – und hat bei Bedarf Unmengen Dampf. Was will man mehr? Ja, okay, wovon ich gern mehr hätte: eine Kurve, die lang, frei und schnell genug ist, um das Verhalten des ultrabreiten Hecks zu provozieren. Wenn man mir abnimmt, dass ich das Handling eines Autos einigermaßen erfassen kann, noch bevor ich damit im Graben lande, würde ich sagen: Ich habe den Verdacht, der Testarossa kann gegen die Physik und ein paar Naturgesetze nicht anstinken. In Testberichten war früher zu lesen, bei hoher Geschwindigkeit in schnellen Kurven sei das nervöse Verhalten durch Lenkbewegungen noch verstärkt worden und das Auto destabilisiert. Wenn man sich das so durch den Kopf ...