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... befindet sich das auffälligste Design-Feature: die fünf Leisten, die aus der Tür wachsen und zwischen Tür und Hinterrad große Lufteinlässe abdecken. Die versorgen die seitlich positionierten Kühler mit Luft – und sie machen den Testarossa so breit. Jedenfalls haben wir uns früher alle so etwas gedacht. In Wirklichkeit ist der Testarossa nicht mal 1,5 Zentimeter breiter als heute ein 599 oder ein FF – und er war sogar 2,5 Zentimeter schmaler als der Countach mit seinen Kotflügelverbreiterungen. Er wirkt nur so breit, weil seine Seiten so weit über die Hinterräder gezogen sind. Ansonsten, rein äußerlich: kein Heckflügel, die Fensterflächen kleiner. Ein entscheidender Unterschied. Zuerst fahre ich den Ferrari. Es ist ein Testarossa mit extrem wenig Kilometern auf der Uhr (gerade mal 21.000). Er ist – natürlich – rot. Die Goodyear-Reifen sind alt und hart, möglicherweise noch die Originalbereifung, und ich bin erschüttert über die aus heutiger Sicht an Ballonreifen erinnernden Seitenflanken. Damals galt ein 50er Profil als supersportlich, heute fährt jede Familienkutsche mit Sportpaket auf so was rum. Er wirkt groß und schwerfällig, der Eindruck von Breite wird betont durch die schwarzen Leisten, die sich über das gesamte Heck ziehen. Weitere schwarze Luftauslass-Leisten umgeben die Hutze der Motorabdeckung, die zwischen den nach hinten ...