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... Hanna Reitsch (1912-1979) mit einem schon von Kugeln durchsiebten Fieseler Storch in tiefer Nacht nahe dem Brandenburger Tor. Mit ihr an Bord: Generaloberst Ritter von Greim, designierter Nachfolger des von Hitler wegen Hochverrats entlassenen Hermann Göring als neuer Chef einer (nicht mehr existierenden) Luftwaffe. Nach dessen formeller Ernennung durch Hitler, der am 30. April Selbstmord beging, schaffte es Reitsch mit einer kleinen Schulmaschine vom Typ Arado sogar noch, mit Greim an Bord aus dem Berliner Flammenmeer herauszufliegen. Der vielleicht letzte verbürgte Luftkampf des Kriegs im Westen hatte bereits am 12. April nahe Berlin – und nun wieder unter Beteiligung eines Fieseler Storch – stattgefunden. Er musste notlanden, nachdem die Crew einer noch kleineren amerikanischen Piper Cub das deutsche Flugzeug beschossen hatte – mit ihren Dienstpistolen! Mit ungewöhnlichen Langsamflug-Eigenschaften begab er sich in extrem enge Situationen – und auch wieder aus ihnen hinaus. Irgendwann Anfang der 70er-Jahre erlebte ich ziemlich fassungslos, wie ein regelrecht zerbrechlich wirkendes Flugzeug die Zielgerade der Rennstrecke von Silverstone rückwärts entlangflog. Es war ein Fieseler Storch, der den Fans in einer Rennpause seine außergewöhnliche Manövrierfähigkeit demonstrierte. »Der Storch«, so genannt wegen des staksigen und starren Fahrwerks mit 45 ...