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... der Terrasse mit Blick auf die im Westen untergehende Sonne. In Rubbiano entscheide ich mich für die kurvige Strecke über den Appennin Richtung La Spezia. An einer unbedeutend erscheinenden Abbiegung hängt ein zerknittertes verblichenes Hinweisschild »Roma 500 km«; nein, so weit will ich gar nicht! Die Strecke bis kurz vor La Spezia, einmal quer durch die Berge, ist eine einzige Wertungsprüfung. Als sich die Straße wieder Richtung Mittelmeer neigt und die Wälder lichten, öffnet sich der Blick nach Süden auf die Küstenstraße SS1, die berühmte Via Aurelia. Die Straße führt jetzt durch Touristenorte, deren Hochzeiten schon einige Jahrzehnte zurückliegen, entlang abgezirkelter Bezahlstrände mit Liegestühlen, aufgereiht wie eine Armee. Kurz hinter Viareggio sind die Hinweisschilder auf die Perle der Toskana, die Stadt Lucca, nicht mehr zu übersehen. Meine Alternative ist Pisa, direkt auf dem Weg zur Villa Trasqua. Vor Pisa verlasse ich die SS1 Richtung Florenz, dann folge ich den Hinweisschildern nach Siena. Welch eine Ansammlung von Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmälern kann man hier innerhalb weniger Autostunden erreichen: Lucca, Siena, Florenz, Pisa; aber das sind Ziele für die nächste Fahrt! Ich habe noch gut drei Stunden, bis ich die Villa Trasqua erreicht haben muss – das ist zu schaffen, insbesondere da die Route nun kaum noch Steigungen hat, ...