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... klang wie ein Barolo auf Rädern und konnte mit seinen 310 PS, die von einem ZF-Fünfgang-Schaltgetriebe oder wahlweise einer Dreigangautomatik auf die Straße gebracht wurden, den Wagen auf 250 km/h beschleunigen. Der Unterbau samt der blattgefederten hinteren Starrachse war konservativ, aber effizient. Drei Jahre später konnten alle Geschwindigkeitsverrückten einen Ghibli SS kaufen, dessen 4930 ccm großer V8 mit 330 PS und 280 km/h Topspeed glänzte. Für die meisten reichte das aus. Insgesamt wurden vom Ghibli 1170 Berlinetta und 125 Spyder gebaut, 470 davon waren laut Maserati-Klassikabteilung SS-Versionen, davon wiederum 425 Berlinetta und 45 Spyder. Aber was, wenn man so richtig angeben wollte? Was, wenn man der Erbe eines großen Familienvermögens war, der sich die Zeit mit Polo, Tennisturnieren und Amateurrennen vertrieb? Und der enge Beziehungen zu einem Importeur unterhielt und den ultimativen Ghibli wollte? Wenn es ein einfacher SS nicht tat, dann musste ein maßgeschneiderter Ghibli SSS her. Philippe Cornet Epinat war ein junger Pariser Investor, der Anteile an der Firma Thepenier besaß, Frankreichs Maserati-Importeur mit Sitz in Saint-Cloud westlich von Paris. Jean Thepeniers Teilhaber, der amerikanische Colonel John Simone, war 1967 bei einem Verkehrsunfall mit einem Maserati Mistral ums Leben gekommen. Der enthusiastische, wohlhabende ...