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... einen Karton Champagner darauf verwetten, dass der verbohrteste, verknöchertste, krummohrigste Autogegner sich erweichen lassen würde, wenn ein runder wunderschöner Ur-Porsche an ihm vorbeischnurren würde. (Am liebsten mit Diane Kruger am Steuer.) Sie fragen sich sicher, worauf ich hinaus möchte mit diesen Allerweltswahrheiten. Diese banale Erkenntnis bedeutet jedoch, dass das alte Auto große Verführungskraft besitzt, die unendlich gesteigert werden kann, wenn es im richtigen Zusammenhang erlebt werden darf. Allerdings fragte ich mich auf der diesjährigen Retromobile, was in den Händlern eigentlich vorgeht, wenn sie ihre Ware darstellen wie auf einem reizlosen Abstellplatz? Was sollte eine fast obszöne Aufreihung von zehn der seltensten Ferrari 250 GT Short Wheel Base? Die, lieblos geparkt, dem durch die Standabtrennung ferngehaltenen gewöhnlichem Publikum ihre Hintern entgegenstreckten. Die reine Fülle protzig, die Darstellung arrogant. Fast noch schlimmer: die langweilig armselige Aneinanderreihung seltenster, aufregendster Geschwindigkeitsrekordwagen, im zugigen Durchgang zwischen zwei Hallen, fahl angegraut durch trübes Winterlicht? Was machte der geniale ungeheure Voisin in der hintersten Ecke, gequetscht in einen winzigen Stand mit hässlichem Teppich? Fast wäre ich vorbeigelaufen. Zum Glück wies mich jemand daraufhin. Was macht überhaupt ...