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... davontrug. Gerüchte, wonach der Unfall in einem Ferrari passierte – vielleicht sogar in diesem Ferrari – sind kaum haltbar. Die gefeierte amerikanische Enthüllungsjournalistin Judy Bachrach, die Zugang zur Familie hatte, erklärte in einer Geschichte in Vanity Fair, es sei ein Fiat Kombi gewesen. Glaubhaft, denn Agnellis Vorliebe für Kombis war legendär. Der 166 war unterdessen auf dem Weg zu seinem zweiten Besitzer, dem belgischen Vicomte Géry d’Hendecourt, der gelegentlich Rennen mit ihm fuhr. Das ermutigte – mit mehr Erfolg – seinen Landsmann und späteren vierfachen Le-Mans-Sieger Olivier Gendebien, es ihm nachzutun. Gendebien errang seinen ersten Ferrari-Sieg mit dem Auto 1953 in Spa und erzielte einige weitere respektable Platzierungen, bevor der Vicomte den Wagen 1956 wieder abstieß. Danach ging Chassis 0064M den üblichen Weg: mehrere Kurzzeitbesitzer, Amateurrennen (bis 1957), etwas Straßengebrauch und schließlich Einmottung in leicht ramponiertem Zustand. Bis der 166 in die Hände des Belgiers Jacques Swaters gelangte. Swaters, ehemals Rennfahrer, dann Gründer des renommierten Rennstalls Ecurie Francorchamps und einer der größten Ferrari-Händler in Europa, erwarb Agnellis Barchetta 1967 und behandelte ihn in den folgenden 46 Jahren wie ein Familienmitglied. Unter seiner Pflegschaft erfuhr das müde Kunstwerk in den 80er-Jahren eine ...