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... als eigenständiger Autobauer schlägt Porsche jedoch nochmal 34 Jahre vor dieser Monza-Tour. In einer ehemaligen Sägemühle im österreichischen Gmünd. Dort, nach Kärnten, ist die Stuttgarter Porsche KG nach schweren Luftangriffen und auf Drängen des Rüstungskommandos der Wehrmacht im Herbst 1944 geflohen. Unter Leitung von Oberingenieur Karl Rabe werden auf dem Gelände der W. Meineke Holzgroßindustrie Berlin-Gmünd Behelfswerkstätten und Unterkünfte errichtet. In den »Vereinigten Hüttenwerken«, wie die Mitarbeiter das aufgesplitterte »Werk« nennen, wird vor Kriegsende noch an einer Gasturbine für ein Panzerfahrzeug (überschritt nie das Entwurfsstadium), einer Generatorgasanlage und einem Zweitakt-Diesel für den Volkswagen gearbeitet. 1945 dann erhält Gmünd durch die alliierte Militärregierung in Klagenfurt eine provisorische Bewilligung zur Wiederaufnahme der Arbeit. Noch dauert es drei Jahre, bis zum ersten Auto, das den Namen Porsche trägt. Die rund 140 »Porschisten« überbrücken die Zeit bis dahin mit so unterschiedlichen Dingen wie Seilzugmaschinen, Wasserturbinen, Baubeschlägen, ja sogar Skibindungen. Erst am 8. Juni 1948 ist es dann soweit: Der Prototyp des ersten Porsche 356 mit Fahrgestellnummer 356-001 steht fahrbereit. Neben ihm posieren der im August 1947 (endlich) aus französischer Kriegsgefangenschaft entlassene Professor ...