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... beide Fahrzeuge zurück nach Eisenach, der Reservemotor wird aus Chemnitz, mittlerweile Karl-Marx-Stadt genannt, nachgeliefert. Die Flotte ist wieder komplett. Und von Stalins Sohn spricht kein Mensch mehr – nach dem Tod des Diktators 1953 wird der Sohn verhaftet und zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Derweil können die Rennund Testfahrer Edgar Barth, Paul Thiel, Arthur Rosenhammer und Rudi Krause die 650er ausgiebig fahren und ihre Urteile abgeben: Die seitlichen Tanks und das Lenkrad müssten in ihren Positionen verändert werden, die Räder seien zu groß und die Vorderfederung zu hart. Doch zu Nachbesserungen an den Grand-Prix-Wagen kommt es nicht mehr, schließlich sind die Entwicklungen am neuen EMW-Rennwagen fortgeschritten und der Motorsport schlägt eine andere Richtung ein. Die Nachkriegskonstruktion des Awtowelo ist schon nicht mehr siegfähig. Doch 1956 stellte man die »Falken« für den DEFA-Spielfilm »Rivalen am Steuer« nochmal auf die Straße. Allerdings mit roten GFK- Stromlinien-Verkleidungen als Ferrari kaschiert und mit Serienmotoren zum Laufen gebracht. Bei den aufwendigen Dreharbeiten werden die Rennwagen mehr oder minder malträtiert, die aufgesetzten roten Attrappen hinterlassen einige Schäden an den Karosserien. Sogar vom Totalschaden eines Prototyps ist die Rede. Als im April 1957 alle internationalen Rennaktivitäten der DDR ...