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... 250 GTO Früher oder später will jeder ernsthafte Sammler einen haben, einen 250 GTO natürlich. Warum das so ist, steht hier TEXT Winston Goodfellow Ohne es zu merken, ließ Jaguar Mitte März 1961 mitten in der Ferrari-Fabrik eine Bombe hochgehen. Girolamo Gardini war gerade vom Genfer Autosalon nach Maranello zurück gekehrt und berichtete von der Prä- sentation des neuen E-Types. Gardini, seit 1943 bei Ferrari, seit 1950 einflussreicher Vertriebsleiter, war ein ruhiger, besonnener Mann, Ferrari treu ergeben, durch dick und dünn. Aber der E-Type hatte den sonst so abgeklärten Gardini kräftig durchgeschüttelt – und nicht wirklich gerührt. »Der 250 GTO SWB war ein Arbeitstier«, so Ferrari-Ingenieur Giotto Bizzarrini Anfang der 1990er Jahre über die Ursprünge des 250 GTO. »Wir wollten damit den Titel verteidigen. Aber für Gardini war die Markteinführung des E-Types ein Grund zu großer Sorge. Er glaubte, die Saison würde zum Desaster werden, und dauernd wiederholte er: ‚Die schlagen uns mit ihrem GT, wir müssen was unternehmen!‘« Deshalb beauftragte Enzo Ferrari blitzschnell Bizzarrini, ein Auto zu bauen, das den Kampf mit dem E-Type aufnehmen könnte. Für einen Ingenieur, der erst acht Jahre zuvor von der Uni gekommen 4 4 M Ä R Z 2 01 3 O C TA N E (K)EI N E FR AGE DES GELDES ...