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... hatte er gestoppt. Zwar hatten vor dem Weltkrieg einige Firmen in Deutschland, Frankreich und England Roller konstruiert, doch bis zur Serienreife hatte es keiner geschafft. Daher vermied man den Begriff Roller, der damals wenig bekannt war und keinen guten Ruf hatte. Piaggio stellte sich ein handliches, bequemes, sauberes, einfaches Motorrad vor. Damit wollte er zum einen das Nachkriegsbedürfnis für mehr Mobilität befriedigen. Denn vielen Italienern war ein Auto zu teuer und ein Motorrad zu unpraktisch. Zugleich suchte Piaggio nach attraktiven zivilen Produkten für seine Fabrik in Pontedera, die 1944 schwer zerstört worden war und vor allem Kriegsgerät wie Flugzeuge gebaut hatte. Wie bei Saab oder Land Rover gab es auch bei Piaggio nach 1945 viele Luftfahrtingenieure auf der Suche nach neuen Aufgaben. Einer davon hieß Corradino D’Ascanio und wurde von Piaggio mit dem Roller-Projekt beauftragt. Seit 1933 hatte er vor allem Hubschrauber entworfen, von einem Motorroller hatte er keine Ahnung, ja er war noch nicht einmal Motorrad gefahren. Für Piaggio die optimale Ausgangslage. »Nur Sie können diese Aufgabe unbelastet angehen«, befand der Firmenchef. Nachdem D’Ascanio seine ersten Entwürfe im April zu Papier gebracht hatte genehmigt Piaggio am 30. August die Konstruktion, im September 1945 wurden bereits die ersten Testfahrten gemacht. Als ...