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... gepresst. Dann greife ich nach dem Ganghebel. Die Führung ist exakt, aber nicht leichtgängig. Die Kupplung will mit Nachdruck betätigt werden, aber zumindest ist die notwendige Kraft konstant. Fuß aufs Gas, Drehzahlen hoch und ... So viel Drehmoment! Sprint in den Zweiten, dann Dritten. Die Schaltung bietet jedesmal den gleichen Widerstand. Die Beschleunigung ist kraftvoll und scheinbar endlos. Der Motorsound ändert sich entsprechend. Beide sind proportional zu jedem Millimeter Gaspedalbewegung. Der V12 brüllt, donnert, sprudelt über. Die Seele des Autos! Er fühlt sich wirklich lebendig an. Dieses Auto spricht einfach alle Sinne an. Der SV rollt härter ab als der S, fühlt sich exakter an, selbstbewusster und kontrollierter, wenn wir in die Kurven fahren, langsam hinein und schnell wieder heraus. Während zeitgenössische Tester von Fachmagazinen sich über extrem nervöses Fahrverhalten und eine aerodynamisch begründete Leichtigkeit an der Front bei hohem Tempo beschwerten, ist der Miura heute auf diesen italienischen Landstraßen ein Vergnügen ersten Grades. Der mitgenommene Lenkradkranz liefert zitternd Feedback. Der Miura ist eines der mitteilsamsten Autos, die ich je gefahren habe. Und dann das Undenkbare. Ich beschleunige aus einer Kurve heraus und schalte in den Dritten, dann wieder hart aufs Gas und ... nichts. Das Gasgestänge hat versagt. ...