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... neuen Wagen für die Formel 1 erst gegen Ende der Saison 1954 einsetzen, doch beim letzten GP in Barcelona erwies er sich als ernst zu nehmender Konkurrent für die bisher siegreichen Mercedes. Beste Voraussetzungen also für ein dramatisches Rennen im Kurvenkarussell an der Riviera! Es darf den Titel »Großer Preis von Europa 1955« tragen und ist hervorragend besetzt. Ascari gelingt es, sich mit einer brillanten Trainingszeit in der ersten Startreihe zu platzieren, zwischen den Silberpfeilen von Weltmeister Fangio und dessen neuem Teamkollegen Stirling Moss. Nach den ersten Runden kann er dem Speed der Wagen mit dem Stern nicht mehr folgen, aber dann überschlagen sich die Ereignisse. Völlig überraschend fallen die überlegen Führenden aus: erst der Argentiner, und in der 81. von 100 Runden auch der Engländer. Das bringt Ascari in die Spitzenposition – jedoch nur für wenige Minuten. In der Schikane, die zum Hafen führt, gerät er ins Rutschen, prallt an die Streckenbegrenzung, und der Wagen wird in hohem Bogen ins kalte Wasser katapultiert. Rettungsschwimmer nehmen den Piloten auf, er ist nur geringfügig verletzt. Im Krankenhaus erfährt er schließlich, dass so der Weg zum Sieg frei wurde für einen Konkurrenten aus der vierten Startreihe, Maurice Trintignant auf Ferrari. Heißt es nicht, ein Fahrer solle sich nach einem Unfall möglichst bald wieder ans Steuer ...