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... ich könnte stundenlang weitermachen. Unseren Lesern und Dir die Laune verderben. Aber Du hast ja angefangen. Und etwas Entscheidendes vergessen! Autos riechen doch auch! Mindestens so gut wie eine Küche! Was gibt es Köstlicheres, als das Aroma eines heißen Porsche 911, an einem durchglühten Sommernachmittag? Der auch am Ende der Reise noch leise vor sich hin knisternd und knackend, ein Hauch von Asphalt, von heißem Öl, von Heldentum und Abenteuer verströmt? Ist der Geruch eines Autos nicht noch wicht iger als sein Geräusch? Denk doch nur an ein, Wunderbaumdurchtränktes, nach ungewaschenen Haaren riechendes Taxi. Der Duft unserer Klassiker erzählt deren Geschichte, die von den Träumen und den Hoffnungen ihrer Erbauer und Vorbesitzer handelt. Mein Fiat 600 Multipla (Baujahr 1955) riecht einwandfrei nach geschweiß- tem Blech und Plastiktischdecken. Ich sehe Korbflaschen mit Chianti, bunte Glühbirnenketten, Hollywoodschaukeln mit Troddeln vor meinem geistigen Auge. Ganz anders atmet ein Fiat aus den 70er-Jahren: weiche Polyestersitze und Cord-Bezüge, lassen uns von der Würde und Coolness eines Agnelli träumen. Ein MG B-GT riecht nach Steinkohle, frag mich bitte nicht warum. Ein beruhigender Duft, denn er suggeriert Robustheit, Unverwüstlichkeit. Es gibt Autos, die riechen nach Öl und Leder, es gibt solche, die riechen nach Benzin, nach Plastik, ...