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... Was ich bedauere und kritisiere, ist diese Verschiebung der Prioritäten. Man muss bei der Überlegung, welches der passende Oldtimer ist, den »Kopf« nicht beiseitelegen. Wichtig sind die Fragen, was will ich mit dem Fahrzeug tun, wo soll es eingesetzt werden? Heute wird die Kaufentscheidung überlagert von Überlegungen zur Rendite. Da geht etwas verloren. Das Oldtimer-Hobby soll ein Hobby sein, das Freude bereitet. Dazu passt die Hysterie der »matching numbers«. Viele halten einen Oldtimer nur dann für werthaltig, wenn Karosserie/Chassis, Motor, Getriebe etc. nummernkorrekt so ausgeliefert wurden. Bedenkt man, dass 30 – 50 Jahre alte Klassiker auch gefahren wurden, so ergibt sich ziemlich sicher, dass Aggregate getauscht wurden. Früher, als es von den Werken schnell und kostengünstig Tauschmotoren gab, wäre niemand auf die Idee einer Reparatur des Aggregats gekommen. Einige Hersteller schrieben sogar den Vertragswerkstätten vor, die nummernlosen Tauschmotoren mit den originalen Nummern zu versehen. Von wegen »matching numbers« = Originalzustand. Den Eigentümern klassischer Fahrzeuge suggerieren heute manche Hersteller, der Oldtimer wäre nur mit einem aktuellen Echtheitszertifikat des Herstellers von Wert. Im Grunde ist das eine Bevormundung, die viele Eigentümer kritiklos hinnehmen. Wenn Kaufentscheidungen so fallen, stellt sich ...