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... aus nach links; Levegh konnte Macklin nicht ausweichen, kollidierte mit dessen Heck und verlor mit angeschlagenem rechten Vorderreifen die Kontrolle. Von der Couch aus betrachtet, eine Tasse Tee oder Kaffee in der Hand, ist es glasklar, dass eine Mikrosekunde oder eine einzige andere Entscheidung von jedem der drei den Unfall hätte anders ausgehen lassen können. Auch eine bessere Boxen-Einfahrt, bessere Leitplanken oder eine breitere, geradere Streckenführung an den Tribünen hätte die Tragödie anders ausgehen lassen. Doch das ist eine ganz andere Geschichte. Da Levegh tot und folglich zum Schweigen verurteilt war, konnte er sich nicht zur Wehr setzen, als sein Ansehen nach der Katastrophe schwer beschädigt wurde. Das wiederum war für sich genommen eine weitere Tragödie, war Pierre Levegh doch einer der wohl liebenswertesten Menschen im Rennsport. Er entstammte einer Familie voller Romantiker. Geboren 1905 als Pierre Eugène Alfred Bouillin, war sein Pseudonym Levegh ein Kniefall vor seinem Onkel, dem Motorsport- Pionier Alfred Velghe – der schon ein Jahr vor Pierres Geburt an TB gestorben war. Alfred nannte sich Levegh, um phonetisch an den Mädchennamen seiner Mutter – Lévy – zu erinnern. Kollegen witzelten über Pierre Levegh, weil er lieber mit seiner Frau dinierte, statt mit den Boys auf den Putz zu hauen. Für die britischen Boys war er »The ...