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... und hinschauen. Mit jedem Neuerwerb scheint er auf das bereits Angestammte noch eins draufzusetzen. Sein jüngstes Stück – der hier abgebildete BMW 700 RS – dürfte aber an Exklusivität kaum zu überbieten sein. Dabei wäre dieser schnuckelige Rennwagen fast gar nicht gebaut worden. Oder er wäre gebaut worden, hätte aber anders geheißen – etwa Mercedes RS 700. Denn seiner Entwicklung gingen Ereignisse voraus, deren Ausgang Ende 1959 niemand vorhersehen konnte. BMW hatte sich mit einer verfehlten Modellpolitik an den Rand des Ruins gebracht. Die edlen Oberklassenlimousinen – im Vergleich zur Konkurrenz aus Untertürkheim überteuert – entwickelten sich immer mehr zu Ladenhütern. Am anderen Ende der Produktpalette lief zwar die winzige Isetta zur Hochform auf, doch zwischen Barockengeln und Knutschkugeln klaffte eine große Lücke. Was die Menschen wollten, war ein schickes Mittelklasseauto, das Komfort bot, aber bezahlbar war. Finanziell ging es daher mit den Weiß-Blauen zusehends in den Keller, denn der Erfolg der Isetta konnte die Verluste in der Oberklasse nicht wettmachen. Die BMW-Geschäftsführung musste sich etwas einfallen lassen, wollte sie den Bankrott abwenden. Neben einem Kapitalschnitt, bei dem alle Aktionäre die Hälfte ihres Kapitals verloren hätten, dachte der Vorstand vor allem an eine Kapitalerhöhung in Form einer Übernahme von Aktien ...