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... heute bleibt sie ein Paradebeispiel dafür, dass die Fähigkeit eines Fahrers und sein Geschlecht zwei verschie dene Paar Schuhe sind. Elisabeth wurde 1900 geboren und heiratete mit 21 den wohlhabenden Banker Čeněk Junek. Zunächst begleitete sie ihren Mann als Copilotin. Als ihm eines Tages eine alte Kriegsverletzung zu schaffen machte, überließ er ihr das Schalten. Elisabeth erledigte diesen Job auf ganz beachtliche Art und Weise. Sichtlich beeindruckt vom fahrerischen Talent seiner Ehefrau, ermunterte Čeněk sie, ebenfalls an Rennen teilzunehmen und verschrieb sich ihrem Training. 1924 fuhr Elisabeth in ihrem Bugatti ein lokales Bergrennen und gewann prompt in ihrer Klasse. Ein Jahr später fuhr sie bereits in Tschechiens größtem Rennsport-Event mit, dem Zbraslav-Jiloviště Bergrennen – und gewann auch dort in ihrer Klasse: ihre Tage auf dem Beifahrersitz waren endgültig gezählt. In den nächsten drei Saisons fuhr Elisabeth oft, häufig im zwei Einsatzwagen umfassenden Team mit Čeněk und immer gegen die härtesten Hunde des Rennbetriebs. Zierlich gebaut, intelligent und kühl analysierend, war sie schon damals eine Vertreterin für das, was man später als systematische, fast wissenschaftliche Herangehensweise schätzte. Mit Kalkül und viel Vorbereitung statt halsbrecherischem Wagemut. Und sie trainierte dafür. Ausgiebig. Sie war eine der ...