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... Woche später stehe ich beim Goodwood Festival of Speed in der Startaufstellung. Dem Delage hat das ständige Warten und das ganze Hin und Her vom Fahrerlager zum Start und zurück nichts ausgemacht. Dann endlich leuchtet das rote Licht, dann grün – und los! Ich gebe dem V12 die Sporen, halte mich aber beim ersten Versuch etwas zurück, denn die spindeldürren Speichenräder kämpfen hier mit mehr als 675 Nm. Trotzdem drehen die Räder durch. Erst einmal unterwegs, drücke ich das Gaspedal voll durch, und es geht los. Bei 3000 U/min im langen ersten Gang ist der DH schon ziemlich schnell. In den Zweiten, gerade lange genug, dass ich für die erste leichte Rechtskurve anbremsen kann. Weit aus dem Cockpit lehnen, das rechte Vorderrad genau an den Scheitelpunkt anstellen und aufs Gas; sofort zuckt das Heck. Enorm. Beim ersten Anlauf schalte ich auf der Geraden vor Goodwood House in den Dritten, was aber für die enge Gasse zu hoch ist. Wieder voll auf die Bremse vor Morecombe, der Delage wandert leicht und schwingt sich dann auf zur Ziellinie eng entlang der Mauer. Währenddessen knistert der V12 im Schub und singt verrucht am Gas. Ein wirklich fantastisches Auto, wider Erwarten reaktionsschnell und präzise statt schwerfällig. Mit jeder Fahrt auf den Hügel werde ich besser und traue mich mehr, Gas zu geben, später zu bremsen. Okay, der Delage ist heute nicht ...