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... ein Dauergast – und wurde sogar 1937 zur Krönung von George VI. eingeladen. Der Lebensstil des Aristokratengeschlechts kam jedoch zum Erliegen, als Frankreich 1939 aufgrund des Beistandspakts mit Polen dem Deutschen Reich den Krieg erklärte. Als Bürger des Reichs wurden die Von Kriegers in Valsles- Baines im Departement Rhones-Alpes interniert. Allerdings nicht lange, denn die Baronin und ihre Tochter erhielten die Genehmigung, sich im neutralen Fürstentum Monaco niederzulassen. Die Damen fanden im Hotel de Paris von Monte Carlo ein Dach über dem Kopf, während es Bruder Henning heim ins Reich zog, wo er sich der Luftwaffe anschloss. 1941 wurden die Damen im Exil von den deutschen Behörden aufgefordert, ins Vaterland zurückzukehren. Doch sie flüchteten in die Schweiz – mit Giselas 540er Coupé – und ließen sich im Hotel Baur au Lac in Zürich nieder. Dort verkauften sie den Mercedes. Im Juni 1941 wurde bei der Baronesse eine schwere Depression festgestellt. Der sie behandelnde Professor hielt später fest: »Mademoiselle Gisela von Krieger war moralisch und körperlich stark angegriffen. Ihre Nervosität äußerte sich in trübsinniger Empfindsamkeit, depressiven Schüben und plötzlich auftretender Anspannung, begleitet von manischen Zuständen und allgemeiner, mitunter auch extremer Mattigkeit. Die Gesundheit von Mademoiselle von Krieger besserte sich auch 1942 ...