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... nichts anbrennt. Außerdem war Tucker – allem Anschein nach – am Puls der Zeit, als er in den Nachkriegsjahren mit einem steil ansteigenden Bedarf nach Mobilität rechnete und darauf setzte, dass die Zeit auch für neue Formen reif sei. 1946 gründete er Tucker und baute eine Hightech- Limousine mit fließenden Linien, Boxermotor im Heck und einigen mehr und auch weniger sichtbaren Innovationen. Dann startete er einen umwerfenden Werbefeldzug mit dem Slogan »Das Auto von morgen, schon heute« und pachtete für die Montage eine ausgediente Rüstungsfabrik, groß genug für siebenstellige Stückzahlen. Der Tucker Torpedo – später umbenannt in Tucker 48 – sollte aus Geldnot mit manischem Tempo auf den Markt geworfen werden. Doch schon in den frühesten Stadien der Entwicklungsarbeit meldete sich die US-Bör senaufsicht SEC und beschuldigte Tucker betrügerischer Finanzierungsmethoden. Es kam zur Anklage. Es kostete Geld, Zeit. Dann wurde das Unternehmen dicht gemacht. Tucker behauptete, das Opfer einer perfiden Verschwö- rung geworden zu sein (David gegen Goliath, bzw. Tucker gegen Motor City Detroit). Den Prozess hat er – 1950 – gewonnen, doch da war er finanziell ruiniert. Die Tucker Corporation war in die Knie gezwungen worden, sie war pleite und hatte lediglich 51 Exemplare des Tucker 48, den Prototyp mitgezählt, gebaut. Tucker selbst schwor sich, noch ...