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... fahren fast alle allein, ebenso Fangio und Kling. Moss und Herrmann treten mit Beifahrern an, die aus einem ‚Gebetbuch‘ mit eingeübten Zeichen Hinweise auf den Streckenverlauf geben. Die ‚Roten‘ erleben diesmal keinen guten Tag: Reifenund Motorendefekte schalten ihre Favoriten aus. Bei den ‚Silbernen‘ läuft es deutlich besser: Am Wendepunkt in Rom führt Stirling Moss, aber auch der junge Schwabe ist engagiert unterwegs: Zwischen allen Kontrollstellen ist er schneller als Fangio und Kling, auf den langen Geraden an der Adriaküste auch flotter als Moss. Bei der Anfahrt auf Rom bekommt er ein erstes Problem: Vor einer Kurve klemmt das Gaspedal, und die Suche nach der Ursache beim Tankstopp in der Hauptstadt kostet wertvolle Zeit. Aber auf den kurvenreichen 70 km hinter Siena ist er fast auf die Sekunde so schnell wie das englische Team. Inzwischen sind auch Kling (Unfall) und Taruffi (Defekt) aus dem Rennen. Zwischenstand in Florenz, nach 3/4 der Strecke: Erster Moss, dahinter Herrmann mit 5:48 Minuten Rückstand; schon abgeschlagen Fangio (20 Min.) und Maglioli (34). Drei Silberpfeile in Front! Werden die beiden ‚Jungen’ den Sieg unter sich ausmachen? Beifahrer Hermann Eger, der Chefmechaniker von Fangio, hatte seinem schwä- bischen Freund geraten: »Teil Dir das Rennen gut ein. Der Moss wird so bolzen, dass im letzten Teil seine Bremsbeläge hinüber ...