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... wie sie für Franzosen selbstverständlich waren. Zum Beispiel bestand nun ein Arbeitstag aus einer festgelegten Arbeitszeit. Die Citroën-Ära, wie sich ein langjähriger Maserati-Angestellter erinnert, war »wie fünf Jahre Urlaub. Wir bekamen sogar Gehaltserhöhungen, was unter den Orsis immer sehr ... schwierig war.« Ermöglicht wurde diese Phase durch einen Einzelnen: Pierre Bercot, leidenschaftlicher Fan der Marke und Präsident von Citroën. Für den Mann war Ferrari elegant wie »Neureiche«, Maserati war dagegen »La Grande Maison«, das etablierte Anwesen. Als Bercot einen Motor für das geplante Super- Coupé SM brauchte, beauftragte er Maserati, dafür einen Sechs zylinder zu liefern. Auf die Frage, ob es akzeptabel sei, wenn Maserati die Ventildeckel mit dem eigenen Namen versehen würde, soll er gesagt haben: »Nur zu, es würde mich glücklich machen!« Und das war erst der Anfang: Bercot und Adolfo Orsi kamen hervorragend miteinander aus und schon bald verhandelte man, wie Citroën Mehrheitsanteile übernehmen könnte. Der Familien-Patriarch Adolfo, der Maserati dreißig Jahre zuvor von den Brüdern gekauft hatte, wurde alt; sein Sohn Omar war oft krank und ans Bett gefesselt, der Enkel Adol fo Junior zu jung, um die Firma zu leiten. Aus Maseratis Perspektive – oder Orsis – muss das sehr attraktiv gewirkt haben: Boot in Seenot, das Boot etwa so ...