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... Heftig ist der Kampf der Generationen. Endlich erringt der Eifer der Söhne über das Zögern der Mutter einen halben Sieg. „Macht, was Ihr wollt!" — Mit diesem Wort der Mutter, das kein Einverständnis ist, aber ein Zugeständnis, fahren Wilhelm und Fritz Opel zur ersten deutschen „Auto-Revue", veranstaltet von dem neugeschaffenen „Mitteleuropäischen Motorwagen-Verein". Mit der Ausstellung ist es allerdings kümmerlich bestellt. Ganze drei Firmen sind vertreten, zwei davon schon bekannt: Karl Benz aus Mannheim und Gottfried Daimler aus Cannstatt bei Stuttgart. Von dem Dritten, dem „Großkerzoglich Anhaltischen Hofwaaenfabrikanten Lutzmann aus Dessau", hat man erst kürzlich zum erstenmal gehört, als bei der ersten Prüfungsfahrt für Motorwagen auf deutschem Boden sein Fahrzeug am besten abschnitt. Die schwerfälligen, umgebauten Pferdekutschen mit ihren kochtopfartigen Motoren über der Hinterachse und ibren Maschineneingeweiden werden mehr belacht als bestaunt. Die Brüder Opel lachen nicht. Sie sind die ernsthaftesten und eifrigsten Besucher dieser „Automobil-Ausstellung". Der „Hofwagenbauer" Lutzmann ist der typische Bastler und Handwerker. Von seinem „Patent-Motorwagen" existiert nur dieses eine Ausstellungs-Exemplar. An eine fabrikmäßige Herstellung scheint der Mann überhaupt noch nicht gedacht zu haben. Die Brüder kommen ins ...