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... Schöllenenschlucht dem Durchpass unüberwindliche Schwierigkeiten entgegenstellten. So wurden die Bündner Pässe neben dem Grossen St. Bernhard die wichtigsten Kriegsstrassen der Römer nach dem Norden, und später, nach dem Zerfall des Römerreiches, sind den Spuren der Legionen die Handelsleute gefolgt, die mit lombardischer Seide und keltischem Tuch über die rätischen Pässe zogen. Man hat sich diese alten Wege über die rätischen Alpen nicht als ausgebaute Strassen vorzustellen. Der berühmte Septimerp a s s , der heute noch prachtvoll erhaltene Spuren von altem Pflaster aufweist, ist trotz des römisch klingenden Namens kein Römer Weg. Unterhalb der Passhöhe und zwischen Casaccia und Vicosoprano sind noch lange Partien mit schönen Pflasterbelägen anzutreffen, die das Volk der Berge kurzerhand als römisch bezeichnet. Aber die Römer haben diese Platten nicht gelegt. Es war der Bergeller Jakob von Castelnuovo, der im Jahre 1387, ein Jahr nach der Schlacht bei Sempach, im Auftrage des Bischofs von Chur von Tinzen im Oberhalbstein bis nach Plurs bei Chiavenna eine Strasse gebaut hat, auf der auch Wagen sollten fahren können. Der geschäftstüchtige Bischof wollte den Alpenweg forcieren, der ganz durch bischöfliches Gebiet führte, und Kaiser Karl IV. war so freundlich, auf des Bischofs Bitte zu verfügen, dass ren die Triebfedern zur Fahrt. Die Leistungen, der ...