Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Tag und Nacht, Wind und Wetter, ging es in unbekannten Gegenden auf oft zerschossenen Straßen hin und her, keine Ruhepause dabei, infolge Fehlens der jetzt eingerichteten Reparaturwerkstätten, jeder selbst sein eigener Reparateur. Die freiwilligen A. D. A. C.- Schnellfahrer waren allerdings zum großen Teil „motorgerechte" Fahrer, aber das ist bei einem kriegsverwendbaren Motorrad Bedingung, denn nur dann wird das Fahrzeug alle Erwartungen auch von höherer Seite aus erfüllen. Ich selbst tat, mit noch einigen Fahrern, ein halbes Jahr Dienst bei einem Divisionsstab und gab es dort nur ein Lob über die Motorradfahrer. Daß bei kleineren Truppenverbänden, wie Bataillone und Kompagnien, statt eines Motorradfahrers ein Radfahrer Gefechtsordonnanz oder Befehlsempfängerdienste tut, ist wegen der meistens nur einige Kilometer zurückzulegenden Strecke ganz natürlich. Überhaupt bei dem momentanen Stellungskampf sind die Motorradfahrer infolge Ausbaues des Telephons in ihrer Tätigkeit bedeutend beschränkt. Aber daß man ein Motorrad nicht als eigentliches Kriegsfahrzeug betrachten kann, ist verfehlt. Ich wüßte nicht, mit welchem Fahrzeug man bei größeren Strecken schneller einen schriftlichen Befehl übermitteln könnte, denn gerade bei verstopften Straßen windet sich das Motorrad schneller durch als ein Wagen, und wo ein Fahrrad fahren kann, ist dasselbe ...