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... und Zuschauer in der mächtigen mährischen Industriezentrale sprachen kaum noch von den Kanonen der Rennklasse, vielmehr fast nur von dem kleinen windschnellen blauen Apoldaer Wagen, der im Training streckenweise ein Tempo von 110 km erzielt hatte. Der Renntag selber brachte denn auch eine Sensation, aber in noch ganz anderem Sinne als sie jedermann erwartet hatte. Alles wartete fieberhaft auf den Start des kleinen blauen Pantoffels von Apolda mit seinem Konstrukteur Slevogt am Steuer, der als erster auf die Reise gehen sollte. Startsignal — aber der Motor streikt, der sonst so willig auf den ersten Kurbelruck angesprungen war. Erst nach vollen 4 Minuten, die natürlich nach den strengen sportlichen Gesetzen unwiderbringlich verloren sind und der Fahrzeit zugerechnet werden, setzt sich der deutsche Wagen in Bewegung und sofort in rasende Pace. Am Start debattieren die Puchleute aufgeregt mit Direktor Fischer von Austro-Daimler, ob es Slevogt noch gelingen kann, auf einer Strecke von 20 km mit mehreren Kurven und mit Steigungen bis zu 17 % und Gefällen bis 14 % die ungeheure Verspätung aufzuholen, die er gegen die berühmte Marke Laurin & Klement und ihre beiden Fahrer, Baron Hahn und Graf Kolowrat, einen der besten und populärsten österreichischen Herrenfahrer, verloren hat. Und fast geschieht das Unglaubliche! Da, in der Mitte der Strecke erleidet ...