Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Vergleichsweise bescheiden hinsicht lich Formgebung zeigte sich Fruas Ford Mexico, ein aufdem Escort basierendes Fastbackcoupe, das alsStudie imJahre 1970 entstanden war. (Werkbild] nere oder mittelgrosse Automobilwerk hatte seine Fabrikation einstellen oder sich mit einem finanzkräftigen Partner zusammenschliessen müssen. Da die grossen Hersteller über eigene Styling abteilungen verfügten, wurde es für ein kleines, unabhängiges Studio wie jenes von Frua zusehends schwieriger, lukra tive Aufträge hereinzuholen. Zudem erstrebten junge Designer wie beispielsweise Giugiaro mit seiner neugegründeten Firma ItalDesign oder Gandini im Schosse der expandierenden Carrozzeria Bertone vehement einen Platz in der «ersten Reihe». Entspre chend angriffig gaben sich ihre Kreatio nen. Wahrlich kein einfaches Umfeld für einen älter werdenden Mann wie Pietro Frua! In diesem Lichte besehen sind seine in den Siebzigern entstandenen Karosse riestudien und Kleinserienmodelle um so erstaunlicher: Was Frua bei seinen Neuschöpfungen vielleicht an Aggressi vität und Avantgardismus abging, das machte er mit Harmonie in der Linien führung und mit der liebevollen Gestal tung von Details meist wieder wett. Doch wie gesagt: Die Bedingungen wa ren für ihn angesichts der vordrängen den jungen Talente härter geworden. Recht originell war Fruas 1970 in Genf vorgestelltes Coupe Opel Gran Turismo HS ...