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... Cortina GT Zum erstenmal wurde ein Produkt auf dem europäischen Markt von A bis Z professionell als sportlich vermarktet. Als Wolf im Schafspelz durfte er äusserlich nicht zu dick auftragen, zwei gerade richtig dimensionierte «GT»- Embleme links und rechts genügten, um die Legende aufzubauen. Ein kurzer, senkrecht aufgerichteter Schalthebel, eine mächtige Konsole, vier mittig aufgereihte Zusatzinstru mente sowie ein Drehzahlmesser sorg ten für den sportlichen Anstrich. Die I500er-Kent-Maschine entwickelte zwar nur 75 PS, das machte aber nichts, denn der Porsche 356 galt schon mit 60 PS als Sportwagen. Dennoch war das alles für heutige Masssläbe nichts Aufregendes. Um so aufregen der hingegen ein voll gefahrener Corti na GT: ohrenbetäubend der Motor, dramatisch ab etwa 130 km/h das Flat tern der Fensterrahmen, atemberau bend der Geradeauslauf auf den schmalen Reifchen. Und aufsehenerre gend war auch die sportliche Karriere bis in die Schweiz, wo besonders der Zürcher Arthur Blank erfolgreich und mit abgewinkelten Pneus den Berg hinauf stürmte. Die Automobilindustrie hatte ihre Jungfräulichkeit verloren. Ihr erster Brandstifter hiess Ford Cortina GT. verkleidet als biederer Familienwagen. Die Ford-Werbung versprach «aggres siven Anriss». Die Konkurrenz reagierte schnell, ras siger vielleicht als heute, weil gesetzli che Auflagen hinsichtlich Lärm oder Abgasen weitherum ...