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... wo ein Mann von vierzig Jahren in einer kleinen Fabrik Gasmotoren eigener Erfindung baut. Im Haus nebenan erzieht seine um fünf Jahre jüngere Ehefrau die Kinder. Den beiden sich herzlich Liebenden ist jeder Abend ein gemeinsam verbrachtes Fest, und gemeinsam bauen sie Pläne. Karl Benz träumt von der motorisierten Fortbewegung, an die seine Frau noch stärker glaubt als er selbst. Ihr mühevolles Abenteuer hatte im Jahre 1886 mit dem Bau eines wackligen Dreirads begonnen, dem ein schüchternes Motörchen von zwei Dritteln einer Pferdekraft Leistung einhauchte. Berta Benz war bei jeder Fahrt dabei, und ohne sie ging es nicht. Sie half beim Anwerfen des Motors und stiess das Vehikel, bis ihr fast der Atem ausging; und später half sie das von einer Panne heimgesuchte Fahrzeug nach Hause zu stossen, nachdem sie ihrem Gatten in der Zwischenzeit geduldig und ohne Scheu vor Schmutz und Fett in seinen vergeblichen Bemühungen geholfen hatte, sein Dreirad wieder zum Fahren zu bewegen. Zwei Jahre später. Ein drittes Modell bringt seinem Erbauer die erhoffte Befriedigung. Aber Berta Benz hat auf die motorisierten Promenaden verzichtet. Dieses Vergnügen gewährt sie ihren nun schon 1 5 und 1 3 Jahre alten Söhnen. Jeden Abend lächelt sie ihrem Trio zu, wenn es nach beendetem Abendbrot den Weg unter die Räder nimmt, und eine Stunde später heisst sie die geräuschvolle Gruppe wieder ...