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... hier vor. Ehrgeizigstes Projekt ist der Gotthardtunnel Mit 16,3 km wird er die längste unterirdische Straße der Welt . sein. Der Bau wird 600 Millionen Schweizer Franken verschlingen. Als klassische europäische Nord-Süd-Verbindung war die Route über den Gotthardpaß für Reisende aus den Ländern rechts und links des Rheins, aus Nordeuropa und England schon immer die kürzeste Verbindung in den sonnigen Süden. Wintersicher ist die Gotthardroute allerdings erst seit 1882, als ein 15 km langer Eisenbahntunnel in Betrieb genommen wurde. 7 Jahre hatten sich 2500 Arbeiter in 3 Schichten bei Tag und Nacht durch den Fels geschuftet; 177 der Männer waren dabei ums Leben gekommen, unter ihnen ihr oberster Leiter Luis Favre. Ihren zweiten Angriff auf den Gotthard starteten die eidgenössischen Kantone Uri und Tessin im Herbst 1969 dagegen mit einer vergleichsweise bescheidenen Mannschaft: 250 Mann aus dem Norden und 300 aus dem Sü- den arbeiteten bis zum Frühjahr 1976 aufeinander zu. Am 26. März durchschlugen sie den Sicherheitsstollen, der in 30 m Abstand neben dem Hauptstollen herläuft (die Querverbindungen zwischen . den beiden Röhren sind als Fluchtwege gedacht). Dieses Eiltempo verdanken die beiden Bohrmannschaften hauptsächlich ihren riesigen Bohrwagen, den »Jumbos«. Mit ihren Druckluftund Hydraulikmuskeln brechen ...