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... zubauen, dal.) er den Anforderungen noch bis zum Jahre 2000 gewachsen sein wird. Der heutige Panamakanal erreicht bald die Grenze seiner Kapazität, nämlich 36 Schiffe pro Tag. Schon müssen die Schiffe in Stoßzeiten oft tagelang vor der Kanaleinfahrt warten, ein 'Spaß', der taglich an die 15 000 Mark pro Einheit kostet. Als weitere 'Konkurrenz-Kanäle' kom men noch zwei Landengen in Frage, in die sich bereits Napoleon III. heran gc wagt hatte: die Nikaragua-Route und die Atrato-Route in Kolumbien. Schon Alex ander von Humboldt erwähnte, daß Indianer mit ihren Kanus bei 1 lochwasscr über den Atrato vom Atlantik hinüber in den Pazifik gelangten. Ein Kanal für Seeschiffe würde aber einen Tunnel durch das 300 Meter hohe Ge birge erfordern. In Nikaragua wäre die Sache einfacher, da dort nur der niedrigste Paß zwischen Alaska und Chile zu über winden wäre; er liegt nur 50 Meter über dem Meeresspiegel. Was die Nordame rikaner aber abschreckt, ist die politische Labilität Nikaraguas. Wir werden vermutlich nicht mehr viel über den Isthmus-Kanal hören. Die Mexikaner sind stille Scharter, darin den Leguanen ihres Landes verwandt. Schein bar regungslos verharren sie lange Zeit, um plötzlich zur Tat zu schreiten. So sind gewaltige Talsperren, Bahnlinien, Straßen und Fabrikbauten scheinbar über Nacht entstanden und wie ...