Morgan weiterhin klassisch unterwegs

Erstellt am 19. März 2019
, Leselänge 3min
Text:
Olivier Chanson
Fotos:
Bruno von Rotz 
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Morgan Motor Company 
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Am Genfer Autosalon 2019 stellte der Autobauer Morgan sein neuestes Modell vor. Normalerweise berichtet Zwischengas nicht über moderne Wagen, aber bei diesem hier gibt es gute Gründe eine Ausnahme zu machen.

Das Design des Morgan Roadsters hat sich seit den Sechzigerjahren kaum verändert. Er sieht damit wie ein Retro-Sportwagen aus, ist aber im Prinzip einfach ein stetig modernisierter Roadster im klassischen Design. Morgan hat sich seit jeher auf die Fahnen geschrieben, am klassischen Stil festzuhalten und sich von der Massenproduktion fernzuhalten. So werden pro Jahr nur ca. 800 Autos produziert. Das neueste Modell ist das beste Beispiel dafür.


Morgan Plux Six Prospekt
Copyright / Fotograf: Morgan Motor Company

Moderne Technik

Schaut man sich hingegen das Innenleben des Wagens an, wird schnell klar, dass Morgan schon lange im 21. Jahrhundert angekommen ist. Angetrieben wird das Auto von einem Reihensechszylinder-Twin-Power-Turbomotor von BMW, welcher 335 PS liefert. Aus dem Stand beschleunigt der Wagen von 0 auf 100 in sagenhaften 4.2 Sekunden und bringt eine Höchstgeschwindigkeit von 267 km/h auf die Strasse. An diesen Fahrleistungen ist nichts mehr retro.

Geschaltet wird automatisch, was für einen Morgan schon fast einen Stilbruch darstellt, aber wohl der heutigen Zeit entspricht.

Leichtbau?

Mit 1075 kg ist das Auto vergleichsweise leicht geblieben und sorgt entsprechend für ein sportliches Fahrgefühl. Auch farbentechnisch glänzt der neue Morgan. So werden von der Firma selbst 28 verschiedene Farben angeboten, Orange, Gelb und Grün inklusive. Doch bekanntlich kann man einen Morgan fast in jeder Farbe bestellen, zumindest war dies früher so.

Nicht mehr so billig wie einst

Natürlich hat solch ein Wagen auch seinen Preis. Auf der offiziellen Internetseite von Morgan wird der Plus Six denn auch bereits in der Grundversion mit 64’995 GBP oder umgerechnet knapp 86’000 CHF (75’935 EUR) zu Buche geschlagen und die teuerste Ausführung kostet sogar umgerechnet über 119’000 CHF (105’140 EUR). Otto Normalbürger wird hier wohl leider in die Röhre gucken. Aber es gibt ja noch den Plus 4, der etwas günstiger daherkommt.

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