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120 Jahre Autobau bei Opel

Erstellt am 31. Januar 2019
Text:
Olivier Chanson/Opel Automobile GmbH
Fotos:
Opel Automobile GmbH 
(13)
 
13 Fotogalerie

2019 feiert Opel 120 Jahre Automobilbau – und damit 120 Jahre voller Innovationen für jedermann. Bei der Marke mit dem Blitz hat es Tradition, technische Errungenschaften besonders clever auf die richtige Spur und schnell in Serie zu bringen. So wird Mobilität für die breite Masse erschwinglich – und das Produktangebot sicherer, sauberer, bequemer, praktischer oder auch weitsichtiger.

Fertigungsband des OPel 4/16 PS in Rüsselsheim 1926
© Copyright / Fotograf: Opel Automobile GmbH

Darauf basiert die 120-Jahre-Jubiläumskampagne „Opel. Geboren in Deutschland. Gebaut für uns alle.“ Diesen Grundgedanken trug seinerzeit bereits das erste Modell, der Opel Patentmotorwagen „System Lutzmann“ von 1899, genauso in sich wie alle über die Jahrzehnte folgenden Opel-Fahrzeuge vom „Doktorwagen“ über den „Laubfrosch“ und P4 bis zum Kadett.

„Opel demokratisiert seit 120 Jahren die Mobilität. Wir machen in unseren Autos wegweisende Technologien und Komfortmerkmale für alle Käuferschichten erschwinglich. Dafür stehen wir und dafür steht als bestes Beispiel der Corsa! Dank unserer Jubiläums-Modellreihe findet jeder seinen Favoriten – umfangreich ausgestattet und zu Top-Konditionen“, ergänzt Duchemin, Vertriebs- und Marketingchef von Opel.

Opel Corsa Sondermodell "120 Jahre"
© Copyright / Fotograf: Opel Automobile GmbH

Seit 1899: Alltagstauglichkeit vor Technik zum Selbstzweck

Opel Patentmotorwagen System Lutzmann (1899)
© Copyright / Fotograf: Opel Automobile GmbH

Der Opel Corsa im Allgemeinen und der Corsa „120 Jahre“ im Besonderen zeigen, dass es zum Opel-Markenkern gehört, den Kunden immer mehr zu bieten, als sie es in der jeweiligen Fahrzeugklasse erwarten. Den Grundstein dafür legte Ende des 19. Jahrhunderts der Opel Patentmotorwagen „System Lutzmann“. Schon bei diesem standen in der kurzen Preisliste zwei innovative Extras: Zum einen die Pneumatik-Reifen, die zwar schon 1845 von Robert William Thomson erfunden worden waren, bis dahin aber im Automobilbau noch keine große Verbreitung gefunden hatten. Zum anderen gab es auf Wunsch einen abnehmbaren Kindersitz. Schon dieses Beispiel macht deutlich, worum es Opel von Beginn an ging: ungeschminkte Alltagstauglichkeit statt Technik zum Selbstzweck. So wurde bereits 30km/h mit dem Wagen möglich, dank 4PS Einzylindermotor.

Erster „Kleinwagen“ der Automobilgeschicht

Opel 4 PS "Laubfrosch"
© Copyright / Fotograf: Opel Automobile GmbH

Das Hohelied der bezahlbaren Mobilität stimmte 1909 der Opel 4/8 PS an. Der war so modern und gleichzeitig solide in puncto Technik, dass ihn der ambitionierte Kraftfahrzeugbesitzer selbst fahren konnte und keinen Chauffeur mehr brauchte – was den Gesamtunterhalt des Wagens erheblich vergünstigte. Dabei schuf die Qualität von Material und Verarbeitung Vertrauen. Der erste offiziell so bezeichnete „Kleinwagen“ der Automobilgeschichte galt als voll alltagstauglich. Dazu war er laut damaliger Werbung das ideale Gefährt für „Ärzte, Tierärzte und Rechtsanwälte“ zu Preisen von 4000 bis 5000 Mark erhältlich, während für die Modelle anderer Hersteller um die 20’000 Mark berappt werden mussten. So wurde aus dem Fortbewegungsmittel für die oberen Zehntausend ein Fahrzeug für die Bürgerschicht – dem „Doktorwagen“ sei Dank.

1924 kamen die Rüsselsheimer dem „Otto Normalverbraucher“ noch weiter entgegen – auch dank einer Innovation. Der 4/12 PS läutete im Deutschen Reich die Montage am Fließband ein. Und weil der 60 km/h schnelle Wagen zwecks konsequenter Aufwandsminimierung nur „in einem ruhigen, dem Auge wohltuenden Grün“ zu haben war, nannten ihn alle „Laubfrosch“. Bald hüpften 25 zweisitzige „Wagen für Jedermann“ pro Tag vom Band. In den Folgejahren entstand auf der Laubfrosch-Technik eine ganze Fahrzeugfamilie. Je flüssiger die Produktion lief, desto größer der Kostenvorteil, den Opel an die Kunden weitergab. Unglaublich aber wahr: Der Kaufpreis der 4-PS-Baureihe, wovon insgesamt 119’484 Exemplare entstanden waren, lag 1931 fast 40 Prozent niedriger als beim Laubfrosch-Modellstart.

Volkswagen mit Top-Antriebstechnologie zum kleinen Preis

Opel P4
© Copyright / Fotograf: Opel Automobile GmbH

1935 war die Zeit reif für den Volkswagen – von Opel wohlgemerkt. Der im November vorgestellte P4 rollt schon kurz darauf vom Band. Der Viersitzer mit Vierzylinder-Viertaktmotor kostet nur 1’450 Mark in der Standard-Version. „Wie war das möglich für so wenig Geld einen derart hohen Gegenwert, ein wirkliches Vollautomobil zu liefern?“ Des Rätsels Lösung: modernste Großserienproduktion. Die kam auch kurz darauf beim Kadett 1 zum Tragen.

Fertigungsband des Opel Kadett in Rüsselsheim 1936
© Copyright / Fotograf: Opel Automobile GmbH

Dieser übernahm die Konstruktion des Opel Olympia und verfügte damit als eines der ersten deutschen Autos über eine selbsttragende Ganzstahlkarosserie. Die war komfortabler, sicherer und langlebiger als die bis dahin üblichen Rahmenaufbauten.

Opel Kadett (1936)
© Copyright / Fotograf: Opel Automobile GmbH

Legitimer Erbe war ab 1962 der Kadett A. Die geringen Unterhaltskosten gehörten ausdrücklich zum Erfolgsrezept des zweitürigen Stufenheck-Modells. Die Linienführung war bis hin zu den praktischen „Peilecken“ am Heck sachlich modern. Gleichzeitig fielen die Platzverhältnisse im Innenraum alles andere als kleinwagentypisch aus. Die Werbung verhiess „gut geformte Sitze und viel Raum für die Beine. Mit seinem modernen, wassergekühlten Frontmotor bot der Kadett einen weiteren konstruktiven Vorteil gegenüber dem Käfer. „Opel Kadett, kurz gesagt: O.K.“ – fast 650’000 Einheiten stellte Opel allein bis 1965 her.

Auf kleiner Fläche viel Raum schaffen

Opel Corsa GSi (1987)
© Copyright / Fotograf: Opel Automobile GmbH

1982 gelang Opel abermals mit einem kleinen Auto einen großer Wurf: Der Corsa A ergänzte das Angebot unterhalb des Kadett, der inzwischen Richtung Kompaktklasse entwachsen war. Gerade mal 3.62 Meter lang, einen rekordverdächtigen Luftwiderstand von cw = 0,36 und Radhäuser im Stile eines Rallye-Wagens waren die Kennzeichen der neuen Schöpfung von Chefdesigner Erhard Schnell

Tatsächlich demonstrierte der Corsa wie virtuos die Rüsselsheimer auf kleiner Fläche viel Raum schaffen konnten und noch heute können und wie sich ausgeprägte Wirtschaftlichkeit und maximaler Fahrspaß kombinieren liess. Highlight war der GSi mit 100 PS. So mauserte sich der ursprünglich für Einsteiger und scharfe Rechner konzipierte Corsa A zum Topseller, bis 1993 insgesamt 3,1 Millionen Mal verkauft.

Corsa überspringt auf dem Weg zur Elektromobilität die 14-Millionen-Hürde

5 Generationen Opel Corsa
© Copyright / Fotograf: Opel Automobile GmbH

Bis heute steht Opel fest in der Mitte der Gesellschaft und bietet klassenübergreifend Komponenten, die ansonsten teuren Premiumfahrzeugen vorbehalten sind. Als Paradebeispiel für diese Demokratisierung individueller Mobilität gilt der Corsa bis hin zur aktuellen fünften Generation. Auch dank des Sondermodells „120 Jahre“, das bereits serienmäßig über jede Menge hochmoderne Technologien sowie Design- und Komfort-Features verfügt, visiert der Corsa 14 Millionen Zulassungen in Europa an. In wenigen Monaten geht die nächste Generation des dynamischen Kleinwagens an den Start, erstmals auch eine rein elektrische Variante. Damit schreibt der Corsa 2019 die Opel-Geschichte von 120 Jahren Automobilbau und Mobilität für Millionen mit einem denkwürdigen und wegweisenden Kapitel fort.

Zur originalen Pressemitteilung geht es hier

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