Inserat: ZU VERKAUFEN

Veritas BMW Rennsport (1948)

Seltenes, frühes Beispiel der Marke Veritas auf Basis von BMW 328 Fahrwerk und Motor.

Preis:
auf Anfrage
, Toffen Schweiz

Beschreibung

1948 Veritas BMW Rennsport
Fahrgestellnummer 85123
Motor-Nr. 105524

Gefahren von Dennis Poore in Goodwood im September 1949. Makellos restauriert von BMW/Bristol Specialists TT Workshops für fast 100.000 £. Ehemaliger Teilnehmer am Plateau C des Monaco Grand Prix Historique. Bestens qualifiziert und perfekt vorbereitet und bereit, im Vintage-Racing und Rallyesport zu starten.

In Bezug auf die technische Produktion - und insbesondere die Rennwagenproduktion - war die unmittelbare Nachkriegslandschaft in Deutschland von der vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten nicht mehr zu erkennen. Die Dominanz der mächtigen Mercedes-Benz und Auto Union Teams im Grand-Prix-Rennsport in den 1930er Jahren war nur noch eine ferne Erinnerung, und der Plan der Alliierten zur "industriellen Abrüstung" für Deutschland nach dem Krieg hatte dazu geführt, dass die Industrieproduktion auf etwa die Hälfte des Niveaus von 1938 gesenkt wurde, wobei es einen weitreichenden Mangel an Rohstoffen, Anlagen und Arbeitskräften gab. Im Kontext des Motorsports - und im direkten Gegensatz zu den scheinbar grenzenlosen Entwicklungsbudgets der 1930er Jahre - entschied sich Deutschland sofort für eine "make do and mend"-Philosophie, wobei der BMW 328 Motor der Vorkriegszeit jedem angehenden Ingenieur einen schwachen Hoffnungsschimmer bot.

Das Chassis Nr. 85123, das als eines der frühesten von Veritas konstruierten Autos gilt, besaß ein modifiziertes BMW 328 Chassis und einen modifizierten Motor im Gegensatz zu einem maßgeschneiderten Veritas Chassis, wie es bei späteren Fahrzeugen verwendet wurde. Es ist eines von nur einer Handvoll Autos, die von der baden-württembergischen Firma hergestellt wurden, um jemals einen Fuß auf britischem Boden zu setzen; der nachfolgende Grand Prix und Aston Martin Werksfahrer Dennis Poore waren beim September Goodwood-Meeting 1949 mit dem Auto unterwegs. Danach scheint das Auto einige Zeit in Belgien verbracht zu haben, wo es einst in seiner nationalen Rennfarbe Gelb entsprechend beendet wurde, und es ist möglich - wenn auch unbestätigt -, dass es zwischen 1950 und 1952 eines der Ecurie Belgique-Autos gewesen sein könnte, die von Olivier Gendebien, Jacques Swaters und Charles de Tornaco gefahren wurden.

Das Auto blieb einige Jahre in Belgien, und in den frühen 1960er Jahren wurde es mit einer nicht originalen Karosserie ausgestattet, von der angenommen wird, dass sie lokal gebaut wurde. Er wurde in einem vernachlässigten Zustand von einem historischen Autohaus namens Beemsterborer entdeckt, der das Auto 1979 oder etwa um 1979 an den angesehenen historischen Rennfahrer Jurgen Sinkel aus Düsseldorf verkaufte. Danach ging das Eigentum auf den berühmten anglo-iranischen Sammler Fuad Majzub über, der das Auto bis zu seinem frühen Tod 1995 behielt. Mit einem wesentlichen Teil der Majzub-Sammlung ging die Veritas kurz darauf - über Johnny Pridmore - noch im selben Jahr an den deutschen Enthusiasten Werner Claas über.

In Claas' Obhut wurde der noch unrestaurierte Wagen dem renommierten BMW- und Bristol-Spezialisten TT Workshops Ltd. aus Westbury, Wiltshire, für eine komplette Restaurierung anvertraut, die die sorgfältige Wiederherstellung der ursprünglichen Karosserie beinhaltete. Diese begann im Oktober 1995 und wurde im Frühjahr 1998 für fast 100.000 £ abgeschlossen. Nachdem Claas den Wagen bei Veranstaltungen wie der Eifel Klassik sparsam eingesetzt hatte, wurde er 2000 vom jetzigen Besitzer gekauft, der ihn bei so unterschiedlichen Veranstaltungen wie dem Monaco Grand Prix Historique 2008, dem Angouleme Circuit des Remparts 2008 und dem Eifel Rennen 2012 intensiv einsetzte. Während der heutigen historischen Rennkarriere wurden weitere CHF 140'000 für die laufende Wartung und Rennvorbereitung mit dem renommierten Restaurierungs- und Rennvorbereitungsspezialisten Graber Sportgarage AG, Toffen, Schweiz, aufgewendet.

Wie bei vielen Sportrennwagen der 1950er Jahre - und insbesondere denjenigen, die vom wunderbar lenkbaren BMW-Motor angetrieben werden - bleibt das Chassis Nr. 85123 ein äußerst vielseitiges und verwendbares Auto, das sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke zu Hause ist. Er ist für eine Vielzahl von Motorsportveranstaltungen wie den Monaco Grand Prix Historique, Mille Miglia, Colorado 1000, Goodwood Revival und die Woodcote Trophy des Royal Automobile Club qualifiziert und ist nach wie vor ein seltenes, charismatisches und hochwichtiges Beispiel für den frühen deutschen Maschinenbau der Nachkriegszeit.

Fahrzeuggrunddaten

Marke:
Veritas
Typ:
BMW Rennsport
Jahrgang:
1948
Getriebe:
Handschaltung
Fahrzeugart:
Cabriolet / Offen
Interieur:
Leder
Zustand:
keine Angabe

Zulassungen

FIA-Pass:
Nein
FIVA-Pass:
Nein
Veteranen-Ausweis (CH):
Nein
H-Kennzeichen (D):
Nein

Preis:

auf Anfrage

Angaben zum Verkäufer

Graber Sportgarage AG
Gürbestrasse 3
3125  Toffen
Schweiz
Telefon:
Telefonnummer anzeigen

Fahrzeugstandort

3125 Toffen (Schweiz)

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