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24h Spa-Francorchamps im Wandel der Zeit

Daniel Reinhard
01.08.2021

Die Zeiten änderten sich ganz gewaltig. 1985 besuchte ich zum ersten mal das 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps und lernte dabei die Herren Gerhard Berger und Charly Lamm persönlich kennen. Jetzt nach 36 Jahren bin ich wieder an selber Stätte. Gerhard Berger hat sich längst vom aktiven Rennsport zurückgezogen und der Charly Lamm ist leider nicht mehr unter uns.

2021 schränken Corona bedingte Massnahmen die fotografischen Möglichkeiten leider drastisch ein. Überhaupt hat sich die Strecke sehr stark verändert. Von einem normalen Strassenkurs wurde sie über all die Jahre zu einer permanenten Rennstrecke umgebaut. Fahrerisch ist die Berg- und Talfahrt sicher noch immer faszinierend, doch im Bild ist genau diese Faszination fast gar nicht mehr umzusetzen. Dazu fehlt der Zugang zur Eau Rouge und auch die klassische Bus-Stopp Doppel-Schikane, die die Autos wild über die Curbs springen liess.

BMW 635 CSi von 1985 an den 24 h von Spa 1985 (© Daniel Reinhard)

Landete BMW vor 36 Jahren mit Gerhard Berger, Marc Surer, Roberto Ravaglia und Dieter Quester, Markus Oestreich und Johnny Cecotto in den BMW 635 CSi einen Doppelsieg, so wurde dieses Wochenende die neue Waffe für die kommenden Jahre, der M4 GT3, der bayrischen Motorenwerke vorgestellt. Zum diesjährigen Langstrecken Klassiker kommt der M6 GT3 wohl zu seinem letzten grossen Einsatz in den Ardennen.

BMW M6 GT 2021 an den 24 h von Spa 2021 (© Daniel Reinhard)

Am Freitagabend fand die Super Pole, ein Shootout mit zwei fliegenden Runden pro Fahrzeug statt. Kurz vor Beginn des finalen Qualifyings begann es leicht zu regnen, die Bedingungen ließen jedoch weiterhin Slicks zu. Die beiden BMW M6 GT3 gingen direkt hintereinander auf die Strecke. Van der Linde fuhr eine schnellste Zeit von 2:18,590 Minuten (Pole-Zeit 1985 Walkinshaw/Percy/Heyer im Rover Vitesse 2:41.430), die ihm und seinen Teamkollegen im dicht beieinander liegenden Feld den fünften Startplatz einbrachte.

Direkt im Anschluss an die Super Pole gab BMW M Motorsport einen Ausblick in die Zukunft: Der neue BMW M4 GT3 absolvierte ein paar Demonstrationsrunden. Am Steuer des neuen GT3-Flaggschiffs, das ab 2022 an den Start gehen wird, saß Timo Glock.

BMW M4 GT3 2021 an den 24 h von Spa 2021 (© Daniel Reinhard)

„Es hat mir mega Spaß gemacht, den neuen BMW M4 GT3 hier zu fahren. Es waren meine allerersten Runden in diesem Auto, aber ich muss sagen, dass sich die viele harte Arbeit, die in diesem Rennwagen steckt, wirklich ausgezahlt hat“, erklärte Glock danach.

Ob der M4 im Tourenwagen-Sport an die grossen Erfolge des legendären M3 E30 anknüpfen kann, wird sich zeigen.

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von jo******
03.08.2021 (11:46)
Antworten
Ich war auch 1985 in Spa, war damals ein tolles Starterfeld, da gab es vor allem nicht diese unsägliche BoP die heute alle gleich macht. Was für ein Quatsch ein schnelles Auto langsamer zu machen nur damit die langsamen aufschließen können. Dann müssen sich die langsamen eben anstrengen ihre Autos schneller zu machen. Ich kann doch auch nicht einem 100 Sprinter einen Gewichtsgürtel anziehen damit der nicht zu schnell ist. Damals sind Autos/Teams mit 5 oder mehr Runden Sieger geworden, warum? Weil die ihre Hausaufgaben gemacht haben. Aber das Problem heute ist ja, das die Veranstalter/Regelmacher Angst haben das ein Hersteller aussteigt wenn der 3mal hintereinander verliert.
von vp******
01.08.2021 (21:06)
Antworten
Ein M4GT3 ist so viel weiter von einem M4 entfernt als ein E30 M3 von seinem Strassenbruder, dass der Vergleich fast traurig aussieht
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