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25 Jahre General Motors EV1

Bruno von Rotz
04.06.2021

GM EV1 von 1996 (© General Motors)

Eigentlich ist es kaum zu glauben, dass der EV1 von General Motors schon 25 Jahre alt ist. Zur Erinnerung: Der EV1 war ein Elektroauto, das GM von 1996 bis 1999 baute, als Tribut an verschärfte Umweltvorschriften in Kalifornien. Man konnte ihn nicht kaufen, sondern nur leasen und am Ende nahm GM alle Fahrzeuge zurück und liess sie verschrotten. Es gibt einen sehenswerten Film dazu mit Martin Sheen, Tom Hanks, Mel Gibson und anderen bekannten Schauspielern und dem Titel “Who killed the electric car?”.

Kaum ein Exemplar überlebte. Leider! Denn noch heute wirken einige seiner Eigenschaften mehr als nur zeitgemäss. So war der Wagen ähnlich windschlüpfig wie der viel spätere VW XL1. Der GM EV1 kam auf 0,19 cw und hatte eine Querschnittsfläche von 1,95 Quadratmetern. Zum Vergleich betrug der Luftwiderstandsbeiwert des VW XL1 0,186 cw und die Querschnittsfläche 1,5 Quadratmeter, allerdings bei deutlich weniger Alltagsnutzen. Ein moderner VW ID.3 wird mit 0,267 cw und einer Stirnfläche von 2,36 Quadratmetern geführt. Der berechnete Luftwiderstand beträgt beim EV1 also 0,3705, beim XL1 0,279 und beim ID.3 0,63.

Durchsichtszeichnung GM EV1 von 1996 (© General Motors)

Man versuchte den EV1 auch leicht zu bauen, 1400 kg Eigengewicht waren eine ziemliche Meisterleistung, wenn man bedenkt, dass der Wagen ein gewaltiges Quantum Bleibatterien herumtragen musste, nur um auf eine Reichweite von knapp 90 Kilometern zu kommen. Modernere Akkus hätten dies natürlich deutlich verbessern können, mit einem heutigen Tesla-Akku-Paket wären wohl Fabelreichweiten möglich. Aber eben, der EV1 kam 1996 heraus und er verschwand, wie er gekommen war, ohne Vorgänger und Nachfolger. Schade drum!

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von ca******
08.06.2021 (07:48)
Antworten
Ein wirklich ungewöhnliches Stück an historischer Auto-Elektromobilität. Einen formal-ästhetischen Vorgänger gab es meiner Meinung nach jedoch in Form des Panhard CD aus den 60er Jahren, der (nach Prospekt) sogar eine noch niedrigeren cw-Wert haben soll.
von Cr******
09.06.2021 (23:42)
Antworten
Dank Präsident Bush - welcher texanisch der Erdölindustrie nahe stand - wurden diese technologischen Highlights gekillt. zugunsten von US Trucks + Pickups, welche Gallonen von Benzin schluckten. Praktischerweise ist bei diesen US-Pickups auch gleich noch eine viel grössere Gewinnmarge enthalten. Ein Schelm, wer Absicht unterstellt...

Schade für die Amis, dass sie technisch so voraus waren und erst ein Tesla viele verlorene Jahre später erneut beweist, dass in den USA tolle Ideen umgesetzt werden können. Jetzt müssen sie noch Autos bauen lernen.
:o)
Antwort von ka******
22.06.2021 (10:00)
Hi Dude. Die Teutonen mit ihrem Portfolio und ihrem «beschissenen» Diesel-Gate sind kein Rappen besser. Ausser dem: Tesla, bekannt aus den USA, hat vor allem die deutsche in sich selbstverliebte und saufende Autoindustrie vorgeführt. Die probieren jetzt mit e-tron (suchen mal im Duden (D-F nach «étron») dann weist Du was du hast. Was ein VW-Käfer schluckt ist Dir hoffentlich bekannt. cheers
von Cr******
22.06.2021 (14:43)
Antworten
Ja, Tesla hat alle vorgeführt. und nun hächeln sie hinter Tesla her.
aber da machen sie riesen Sprünge und so hat der Mohr seine Schuldigkeit getan und kann abtreten.
oder bessere Teslas bauen, welche dann vernünftige Spaltmasse hat. Keine scharfen Kannten. Und Service bieten. kann ja nicht sein, dass die Entsorgung dieser heiklen Batterien der Allgemeinheit abgeschoben wird.
Zudem will ich nicht beim x-ten Untermenu die Scheibenwischer-Einstellungen suchen müssen. So geschehen in D und der Fahrer kam von der Strasse ab.
wir werden sehen!
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