Richtig anlassen

Bruno von Rotz
08.04.2021

Fiat 1400B von 1956

Wir wollen der netten Dame keinesfalls zu nahe treten, aber ob sie wohl die Kunst, diesen Fiat 1400 B zu starten, beherrschte? Um uns schlauer zu machen, werfen wir einen Blick ins knapp über 60-seitige Handbuch , das nicht nur die Hauptmerkmale und die Instandhaltung des Autos erklärt, sondern natürlich auch den “Gebrauch des Wagens”.

“Betätigungsvorrichtungen wie folgt einstellen:

  • Getriebeschalthebel auf Leerlauf.
  • Schaltschlüssel in den Zünd-Anlasschalter stecken und völlig nach rechts bis zum Anschlag drehen. 
  • Dadurch tritt der Anlasser in Tätigkeit. (Fahrfusshebel keinesfalls nieder treten!). Sofort nach dem Anspringen des Motors ist der Schlüssel loszulassen, der dann automatisch in die Stellung I. zurückspringt. 
  • Bei Kaltstart vermeide man unbedingt, den Motor sofort nach dem Anlassen auf hohe Drehzahlen zu bringen!”

Anlasser beim Fiat 1400 B

Erklärt werden dann auch noch die Modalitäten bei heissem und leicht warmem Motor und auch ein Kapitel zum “Abstellen” mit Warnhinweis fehlt nicht:
“Zum Abstellen des Motors genügt es, den Schaltschlüssel in senkrechte Stellung zu bringen.
Bei stillstehendem Motor darf der Schaltschlüssel auf keinen Fall in der Zündstellung (nach rechts gedreht) verbleiben, damit ein Durchbrennen der Zünd spule, was in kurzer Zeit erfolgen könnte, vermieden wird.”

Auch auf die Vorzüge und Technik des Vergasers wird eingegangen und gewarnt, dass man keinesfalls kurze Gasstösse geben solle beim Starten (wegen Aktivierung der Beschleunigungspumpe und Überfettung des Gemischs).

Am besten schauen Sie gleich selber in die Bedienungsanleitung , sollten Sie Startprobleme bei einem Fiat 1400B befürchten …

von os******
08.04.2021 (07:38)
Antworten
Das Prozedere beschreibt doch das ganz normale Anlassen eines Fahrzeugs mit einem Zündschlüssel. Ich kenne mich in der Schweiz nicht so aus aber im Rest der Welt war das ein Vorgang den durchaus auch Frauen über Jahrzehnte beherrschten (kopfschüttel...)
Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
08.04.2021 (08:11)
Das stimmt natürlich aus Sicht eines oldtimer-/youngtimer-kundigen Autofahrers. Aber moderne Autofahrer sind es sich nicht einmal mehr gewöhnt, einen Schlüssel zu drehen, um einen Motor zu starten, geschweige denn, aufhören zu drücken (oder den Schüssel loszulassen), wenn der Motor selbständig läuft ...
Antwort von ru******
13.04.2021 (08:51)
.....komische Antwort; wir fahren einen Ford Fiesta EcoBoost Bj.2017 als Erstfahrzeug, was hat der anderes als einen ganz normalen Schlüssel zum Umdrehen im Zündschloß? Und der Fiesta ist bei weitem nicht alleine unter den modernen Autos mit seinem normalen Zündschloß. Es gibt schon Starterknöpfe, aber bei teureren Modellen. Aber die wiederum gab es früher auch schon und zwar bei ganz billigen Modellen!! So billig, daß man noch nicht einmal ein "automatisches Zündschloß" einbaute, sondern einen Starterknopf oder manchmal auch einen Starterzug (z.B. unser Citroen Ami 6). Der FIAT 126 Bambino hatte noch bis weit in die 80er Jahre hinein einen solchen Starterzug....
von hinti.org
08.04.2021 (09:35)
Antworten
Interessant ist demnach die Funktionsweise des automatischen Chokes. Ich kenne das nur so, dass man diesen durch einmaliges Durchdrücken des Gaspedals aktiviert; davon steht kein Wort geschrieben...
Antwort von fl******
08.04.2021 (12:15)
Bedienungsanleitung Seite 3 und 4.
von ma******
09.04.2021 (12:35)
Antworten
eu fählt ä Frau ir Redaktion / Zwischengas Team ...
Antwort von va******
16.04.2021 (13:27)
Wieso denn?
Antwort von ma******
16.04.2021 (14:16)
aufgrund der Einleitung : "Wir wollen der netten Dame keinesfalls zu nahe treten, aber ob sie wohl die Kunst, diesen Fiat 1400 B zu starten, beherrschte?" (aber Hallo, wieso den nicht) und dieser Antwort : "Das stimmt natürlich aus Sicht eines oldtimer-/youngtimer-kundigen Autofahrers. Aber moderne Autofahrer..." (nur Männer ?).
Es gab und gibt ja viele Frauen die mit Automobilen und in der Autobranche Geschichte schrieben und schreiben - die hier auch schon wunderbar porträtiert wurden und werden - ich schätze die wertvolle Arbeit und das unvergleichliche Engagement der Reaktion - nur als Anregung "wieso nid no ä Frau ins beste Männer-Auto-Oldie-Team" (tschuldigung - bin ein bisschen "gendermässig" beeinflusst)
von Ru******
13.04.2021 (08:43)
Antworten
Der FIAT 1400 ist denkbar ungeeignet dafür, als "Mannequin für einen schlechten Starter" herhalten zu müssen. Er war nämlich ein äußerst zuverlässiges und einfach zu bedienendes Modell für die 50er Jahre. Sozusagen der große Bruder des lange Jahre zeitgleichen FIAT 1100. In Italien war der "Ponton-FIAT" weit verbreitet, in D. selten, weil eine FIAT-Händlerstruktur erst Ende der 50er Jahre so richtig aufgebaut war. Ich besaß einmal den tatsächlich äußerst seltenen, wiederum großen Bruder des 1400, nämlich den 1900 Als Modell "A", Bj.56. Ein Luxusmodell mit einer Ausstattung für die 50er Jahre, die man noch nicht einmal vermuten, geschweige denn erwarten konnte: Z.B. eine - Achtung - 5-Gg.-Lenkrad-Halbautomatik, ein serienmäßiger(!) Radio mit tollem Lautsprecher, eine Antenne mit Innenbedienung zum Herauskurbeln bei Bedarf, ein Bernsteinlenkrad mit -bedienknöpfen, u.v.m.. Aber schön, mal wieder ein hübsches Bild eines FIAT 1400 sehen zu können.
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