Auslaufmodell Motorsport

Daniel Reinhard
12.03.2021

Lotus 99 von 1989 (© Daniel Reinhard)

Heute beginnt, mit den drei Testtagen in Bahrain, das grosse Wettrüsten für die zweite Corona-Saison der Formel 1. Das Interesse am Motorsport ist leider nicht mehr das, was es noch vor Jahren war.

Mick Schumacher aber könnte dazu beitragen, dass sich neben den holländischen Verstappen-Fans wieder neue europäische Fangruppen bilden, die den Motorsport tatkräftig unterstützen, wenn sie dann auch Corona-bedingt endlich wieder dürfen.

Es gab schon bei den alten Römer Wagenrennen, bei denen Männer zu Helden wurden. Und seit die Räder laufen lernten, gab es Motorsport und dies bis heute. Über 120 Jahre schon messen sich Fahrer mit ihren Wagen rund um den Erdball und träumen von Ruhm und Ehre.

Mercedes-Benz wird mit Hamilton auch diese Saison dominieren, darüber sind sich die Experten einig. Bottas wird auch in seiner letzten Saison bei Mercedes nur vom Titel träumen können. Red Bull wird mit Verstappen und Perez die stärkste Fahrerkombination an den Start bringen. Wenn Adrian Newey ein weiterer grosser Wurf gelungen ist, dann könnten die beiden ganz vorne mitkämpfen. McLaren wird mit Sicherheit noch besser sein als im Jahr 2020. Über Ferrari aber hängt ein ganz grosses Fragezeichen, wenn selbst Mattia Binotto bereits von 2022 redet und 2021 nur als ein Übergangsjahr sieht!

Vettel im Aston Martin könnte zur Überraschung der Saison werden, zu verlieren hat der Heppenheimer ja schon einmal gar nichts und das Fahren hat er ganz sicher nicht verlernt.

Soweit so gut, aber leider sind die ganz grossen Zeiten von Senna und Mansell, Schumacher und Hakkinen, aber auch von Stewart und Fittipaldi Geschichte und der ganze Motorsport versucht sich krampfhaft neu zu erfinden.

Die Formel 1 wird 2022 nach einem komplett neues Reglement fahren, so rigorose Änderungen gab es in den ganzen 71 Jahren noch nie.

Die Formel E interessiert eigentlich trotz gigantischem Werksaufgebot keine müde Seele. Erst stiegen sie alle euphorisch ein, dann aber auch ganz schnell wieder aus.

Die Formel 2, 3 und 4 existiert medial überhaupt nicht.

Die neuen Hypercars werden mit viel Euphorie nach Le Mans kommen, die Frage ist nur für, wie lange, denn am Ende kann immer nur einer gewinnen. Leider sind aber wieder Reglementszwänge vorhanden, welche die Autos nicht überall zum Start zulassen.

Die DTM wird mit GT3 Autos an den Start gehen, was sicher nicht verkehrt ist, denn es  ist ganz klar, dass der gesamte Motorsport massiv billiger und dazu noch wesentlich attraktiver werden muss.

Die politische Elektrifizierung aber droht, die Verbrennungsmotoren vernichten, so dass der ganze alte "Schmarrn" verschrottet werden müsste.

Das wollen wir aber natürlich nicht hoffen und haben dieses Bild des Senna-Lotus 99 natürlich nur symbolhaft so gestaltet.

Archivierte Einträge:

von Ho******
17.03.2021 (09:49)
Antworten
Beide haben leider so recht!
Es ist wirklich sehr schade, was mit der F1 passiert ist. Nur noch Intrigen und Gejammer. Ich bin ein absoluter Auto- und dadurch Formel-Fan. Aber die F1 ist wirklich nur noch Slot-Car-Fahren von der Box inkl. Fernsteuerung der Fahrer. Die müssen zwar etwas können, aber eben, mit dem letztjährigen Einmal-Einsatz von Russel, hat sich gezeigt, dass das gute Auto wirklich das Allerwichtigste ist. Natürlich macht der bessere Fahrer noch ein Quäntchen mehr aus. Zeigt ja auch, dass Vettel an Ricardo (damals im RB) und nun an Leclerc gescheitert ist
Drum freue ich mich auch sehr auf die MotoGP-Saison und hoffentlich auch die eine oder andere Übertragung der WRC. Das sind übrigens noch richtige Helden am Lenkrad.
von tw******
17.03.2021
Antworten
Ich hoffe immer noch, dass es wieder besser wird. Viel liegt an der zu langen Mercedes-Benz Dominanz, wie früher schon Schumacher auf Ferrari. In 21 aber wird RB/Honda mit Verstappen/Perez stark sein, ggf Ferrari zurückkehren und Alonso im Alpine vielleicht gut sein, neben einigen anderen Überraschungen wie McLaren.
Aber es stimmt schon. Insgesamt ist das alles nicht mehr so exclusiv wie früher mal war, es ist zu sehr auf die Spitze getrieben worden und nun gähnen alle. Ähnlich Americas Cup, perfektioniert und damit fade.
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