Die Zukunft vor über 60 Jahren - Ford X-1000

Bruno von Rotz
12.06.2020

Ford X-1000 von 1955/1957

In den Fünfzigerjahren dachten die Ford-Ingenieure weit in die Zukunft. Als Ergebnis entstand der Ford X-1000, der es allerdings nie über den Modell-Massstab 3:8 hinausbrachte.

Trotzdem wurde die Presse umfangreich informiert und wir geben gerne einen Ausschnitt aus der Pressemitteilung wieder:

“Der X-1000 ist kein Traumwagen im strengen Sinne des Wortes, denn die Mehrzahl seiner Neuerungen lässt sich, sowohl in Bezug auf die äussere wie die technische Gestaltung, durchaus verwirklichen. Mehr noch, man sieht bereits vor, eine Anzahl der neuen Errungenschaften, die diesen Zukunftswagen kennzeichnen, in die neuen Fordwagen einzubauen.

Dass die Schöpfer des X-1000 sich durch den aerodynamischen Stil beeinflussen liessen, zeigt sich deutlich an der Form der Gehäusekuppel, den rückwärtigen deltaförmigen Flügeln, wie auch an der raketenförmigen Kombination der Kotflügel und Scheinwerfer.

Die Konstruktion des X-1000 ist so erdacht, dass sie es ermöglicht, irgendeinen neuen Motortyp, sei es nun im Vorder- oder Hinterteil des Wagens, einzubauen. Und gleicherweise, wie die Luft-Ölkühler den Vorderflügeln einverleibt sind, ist hinter der Kuppel ein Nachkühler montiert.

Die äusseren charakteristischen Merkmale sind zugleich praktisch und in hohem Masse ästhetisch gestaltet. Die Kuppel, die nach hinten in die Karosserie geschoben werden kann, bietet denn auch eine vollendete Sicht in allen Richtungen, während die rückwärtigen Flügel die Standfestigkeit des Wagens erhöhen.

Auf den Innenseiten dieser Flügel sind lange, torpedoförmige Schlusslichter platziert. Elektronische Apparate, die das Näherkommen eines Wagens anzeigen, können dort installiert werden. Ein zentrales Entlüftungssystem setzt die Temperatur auf ein Minimum herab und reduziert die Auspuffgeräusche.

Das Armaturenbrett und die Kontrollknöpfe der automatischen Schaltung sind in der Mitte des trichterförmigen Sicherheits-Lenkrades untergebracht. Die drei Sitze sind im Dreieck plaziert - jener des Fahrers ist um sich selbst drehbar - und auf diese Weise wird der Zugang in diesen zweitürigen Wagen erleichtert.”

Wie die Autos von Ford in jener Zeit tatsächlich aussahen, das ist im eben erschienen Bericht zum Ford Fairlane 500 zu sehen, jedenfalls war dort das Design mehr auf Wirkung als auf Aerodynamik ausgelegt.

Archivierte Einträge:

von ar******
18.06.2020 (09:29)
Antworten
Das wäre doch mal ein tolles, großes Modellauto, nicht immer diese ewigen Porsche's und Ferrari's.
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