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Pantheon Graber Sonderausstellung 2019

Innovation bei Volkswagen

Daniel Reinhard - 12.01.2020

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VW Golf II Bimotor 1987

„Volkswagen Motorsport hat mit dem ID.R Neuland betreten und mit seinen Rekorden das enorme Potenzial des Elektroantriebs weltweit gezeigt. Nun wurde vor Kurzem bekanntgegeben, dass der Zeitpunkt für den nächsten Schritt in Richtung Zukunft gekommen sei: "Volkswagen bekennt sich auch im Motorsport konsequent zur E-Mobilität und verabschiedet sich werksseitig vom Verbrennungsmotor“, erklärte Dr. Frank Welsch, Mitglied des Vorstands der Marke Volkswagen Pkw, Geschäftsbereich Technische Entwicklung.

VW ID.R von 2019 (© Daniel Reinhard)

Sven Smeets, Direktor von Volkswagen Motorsport, erklärt: „Die Elektromobilität bietet ein riesiges Entwicklungspotenzial und der Motorsport kann als Vorreiter wichtige Impulse geben: Zum einen dient er als rollendes Labor für die Entwicklung künftiger Serienautos, zum anderen als überzeugender Kommunikationskanal, um Menschen noch stärker für die Elektromobilität zu begeistern. Darum werden wir uns werksseitig stärker denn je auf den Elektroantrieb konzentrieren und unsere Aktivitäten mit der Erschließung des MEB weiter ausbauen. Innovative Technologie, die für das Automobil der Zukunft relevant ist, steht für uns im Fokus.“

Jochi Kleint überquerte die berühmt berüchtigte Ziellinie am Pikees Peak auf 4200 Metern über Meer zu Fuss. Das war zwar vor 33 Jahren, aber er kann sich immer noch sehr gut an den Moment erinnern. "Ich konnte die Zielgerade schon sehen, es waren nur noch ein paar hundert Meter", sagt der ehemalige Rennfahrer. Doch dann passierte das Unmögliche, ein Vorderrad riss ab und blockierte das Auto. Aus, Ende, vorbei. Er stieg aus und stapfte über die Ziellinie des Pikes-Peak-Bergrennens in Colorado. Es gewann damals ein gewisser Walter Röhrl im Audi S1.

Das Verrückte an Kleints Golf waren die beiden Motoren. Sie sassen vor und hinter der Monocoque-Fahrgastzelle, eine ganz andere Art vom Allradantriebs. Zwei 1,8-Liter-Vierzylinder aus dem Golf GTI, aufgeladen mit zwei Abgasturboladern von KKK, die das Gemisch mit 1,3 bar in die Brennräume pusteten. Maximal 326 PS lagen bei 7200 Umdrehungen an, 292 Newtonmeter Drehmoment bei 6400 Umdrehungen. So brahcte alles zusammen rund 652 PS.

Der vordere Motor leistet etwas mehr, um den Golf mehr zu ziehen, statt zu schieben, denn sonst wäre er wohl wie ein Hase den Berg hochgehoppelt. Zwei Hewland-Getriebe sorgten für die richtige Übersetzung und eine Trockensumpfschmierung für ausreichende Ölversorgung. Rund 1020 Kilogramm zeigte die Waage als Leergewicht des Golf. Die Höchstgeschwindigkeit wurde je nach Ladedruck bei bis zu 184 km/h erreicht. "Das Allrad-Konzept ist schon irre, aber auch irgendwie genial", meinte damals Jochi Kleint.

Bis Volkswagen kam, lag der Rekord für Elektroautos am Pikes Peak bei 8:57,118 Minuten, den Streckenrekord hielt seit 2013 Sébastien Loeb mit 8:13,878 Minuten. Röhrl benötigte noch 10:47 Minuten. Allerdings fuhr er diese Zeit noch auf Schotter, denn die Bergstrecke ist erst seit 2012 komplett asphaltiert. Romain Dumas und sein VW-Renner erklommen den Gipfel in 7:57,148 Minuten. Neuer Rekord und späte Genugtuung.

Zwischen dieser Zeit und der des Golf II von 1987 liegen natürlich Welten, wenn auch das Antriebskonzept gar nicht so unterschiedlich ist. Unter der Carbon-Hülle des neuen Rekordautos sind nämlich zwei Elektromotoren mit jeweils 340 PS und insgesamt 650 Newtonmeter Drehmoment für den Vortrieb verantwortlich und treiben je eine der Achsen an. Mit diesem Allrad und einer Gesamtleistung von 680 PS sprintet der Rennwagen bei trockener Straße in 2,25 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die 200 km/h schafft er in nur 4 Sekunden. Für Jochi Kleint sicher schier unvorstellbar.

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