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Wie war das genau mit dem Monte Carlo GTB?

Bruno von Rotz - 06.06.2019

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Monte Carlo GTB 1992 (© Road & Track)

Wenn es noch einen Beweis bräuchte, dass immer wieder Supersportwagen auftauchen und verschwinden, an die sich schon wenige Jahre später niemand mehr erinnert, dann könnte der Monte Carlo GTB ein Beispiel dafür sein.

Im April 1992 berichtete die amerikanische Zeitschrift Road & Track über den Supersportwagen, der mit einem Leergewicht von knapp unter 1000 kg und 720 PS vom Mittelmotor neue Massstäbe im Leistungsgewicht setzen sollte. Ganz neu war der Sportwagen im April 1992 allerdings nicht, man hatte ihn ih ähnlicher Form schon als Centenaire, initiiert durch IMSA- und CART-Pilot Fulvio Ballabio, kennengelernt. USD 500’000 hätte dieser Sportwagen mit Lamborghini-V12-Motorentechnik die Käufer kosten sollen, doch es war ihm kein Erfolg beschieden.

Heck des Monte Carlo GTB 1992 (© Road & Track)

Mit dem neuen Namen Monte Carlo GTB wurde ein neuer Anfang gewagt. Carlo Chiti entwickelte einen neuen V12-Motor mit zwei Turboladern und 720 PS, der deutlich weniger wog als die Lamborghini-Variante. In ein leichtes Monocoque versenkt und mit einer Kohlefaser-Karosserie verkleidet ergab sich damit die knappe Tonne Leergewicht. Breite Reifen, eine durchaus gefällige Karosserielinie und das zu erwartende Sportwagen-Interieur komplettierten das Paket, das wiederum für rund einen halbe Million USD in Aussicht gestellt wurde.

Eine Probefahrt konnte Road & Track trotz Anreise nach Monaco nicht durchführen, immerhin konnte Chiti beweisen, dass der Motor (mit Laptop-Unterstützung) bereits lief.

Road & Track Heft April 1992

Ein Jahr später versuchte ein Geschäftsmann aus Georgien offenbar im Monte Carlo GTB in Le Mans zu reüssieren, doch der damals MIG M100 genannte Sportwagen schaffte noch nicht einmal die Qualifikation.

Méga kaufte das Projekt und präsentierte 1996 in Genf eine weitere Version, die nun einen Mercedes-Benz-V12-Motor hinter der Fahrerkabine eingebaut hatte.

Wieviele Autos insgesamt gebaut wurden, ist nicht ganz klar, mehr als ein Dutzend dürften es kaum gewesen sein, weniger sind sehr wahrscheinlich. Ein finanzieller Erfolg war das Unternehmen sicherlich nicht.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt! Gordon Murray, einst erfolgreich als Konstrukteur bei Brabham und mit dem McLaren F1 auch der Schöpfer eines der besten Sportwagens aller Zeiten, will es erneut versuchen. Sein T.50 soll die Regeln des Sportwagendesigns neu schreiben. Er ist fast genauso schwer wie der Monte Carlo GTB (980 kg) und hat ebenfalls einen V12 vor der Hinterachse, allerdings ohne Turbolader und 650 PS (bei 12’100 U/min!) stark.

Gordon Murray T.50 Supersportwagen 2019

An oberster Stelle sollen die Fahrbarkeit und das Fahrvergnügen stehen, Bestzeiten für 0-100-km/h-Sprints oder Spitzengeschwindigkeiten jenseits von 400 km/h sind nicht das Ziel des Projekts.

100 Autos, die ähnlich wie der Staubsauger-Formel-1-Brabham zusätzlichen Abtrieb mit einem horizontal liegenden Gebläse erhalten sollen, will Murray ab 2022 für etwas über £ 2 Millionen verkaufen. Wir werden sehen. Bisher gibt es nur wenig mehr als eine Skizze.

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